vergrößernverkleinern
Das Hinspiel gegen England verloren die Schweizer in Basel mit 1:3 © getty

Es ist die letzte Chance für Hitzfelds Schweiz. Ausgerechnet Wembley müssen die Eidgenossen stürmen. Und ein Debütant soll dabei helfen.

München - Der Auftrag für die "Nati" ist klar: Das Wunder von Wembley muss her.

Noch nie hat die Fußball-Nationalmannschaft der Schweiz in 107 Jahren der FIFA-Zugehörigkeit drei Punkte aus England mitgenommen.

Am Samstag (ab 17.45 Uhr in den Livescores) braucht die Elf des ehemaligen deutschen Meistertrainers Ottmar Hitzfeld eine Punktlandung.

Selbst bei einem Unentschieden hat die Schweiz kaum noch realistische Chancen, die Qualifikation für die EM 2012 in Polen und der Ukraine zu schaffen. (DATENCENTER: EM-Qualifikation)

Granit Xhaka vor Debüt

Dabei setzt Hitzfeld, der nach erst vier Punkten aus vier Spielen gehörig unter Druck steht, wohl auf Granit: Der 18-Jährige Granit Xhaka könnte im Mittelfeld für Überraschungsmomente sorgen und die torgefährlichen Leverkusener Tranquillo Barnetta und Eren Derdiyok in Szene setzen.

"Ein bisschen Nervosität gehört dazu, aber das geht weg, wenn das Spiel anfängt", sagte das Talent, das von einem Debüt vor 90.000 Zuschauern in London träumt, dem Blick.

Das Tor der "Nati" soll der Wolfsburger Diego Benaglio sauber halten und somit seinen Teil zur Überraschung beitragen.

"Gegen Spanien ist uns mit dem 1:0 bei der letzten WM eine Überraschung gelungen. Warum sollen wir das gegen England nicht auch einmal schaffen?", sagte Benaglio.

Rooney ist gesperrt

Tabellenführer England könnte mit einem Sieg davonziehen, die Elf von Teammanager Fabio Capello hätte dann sieben Punkte Vorsprung auf die Schweiz.

Der italienische Coach kann dabei auf den früheren Kapitän Rio Ferdinand von Manchester United zurückgreifen, der in diesem Jahr erstmals im Kader des Weltmeisters von 1966 steht. Englands Topstürmer Wayne Rooney muss dagegen aufgrund einer Sperre zusehen.

Im zweiten Spiel der Gruppe G will Lothar Matthäus mit Bulgarien im Rennen um Platz zwei bleiben.

[kaltura id="0_37g4g624" class="full_size" title="Ausgezeichnetes SPORT1"]

Den deutschen Rekordnationalspieler erwartet beim Tabellenzweiten Montenegro (20.30 Uhr) allerdings vor allem im Angriff eine schwierige Aufgabe: Die Minimalisten aus Montenegro haben bisher noch keinen Gegentreffer kassiert.

Dies müssen die Bulgaren ändern, wenn sie noch einmal ernsthaft in den Wettbewerb eingreifen wollen. Für Matthäus gilt die gleiche Ausgangsposition wie für Hitzfeld: Nur ein Sieg zählt.

"Wir können Portugal schlagen!"

Während Bulgarien dranbleiben und die Schweiz das Wunder schaffen will, soll für Norwegen gar eine "Weltsensation" her. Im Spitzenspiel der Gruppe H müssen die Skandinavier in Portugal ran (22 Uhr).

"Portugal ist eine der besten Mannschaften in der Welt", sagte Norwegens Nationaltrainer Egil Olsen: "Aber wir können Portugal schlagen". Die Iberer um Superstar Cristiano Ronaldo brauchen dringend einen Dreier, denn Portugal sitzen die punktgleichen Dänen im Nacken.

Und die haben gute Chancen, mit Punkten aus dem Auswärtsspiel bei Tabellenschlusslicht Island (20.45 Uhr) den Druck auf Norwegen und Portugal zu erhöhen.

Spitzentrio ist in der Favoritenrolle

Auch in Gruppe B ist Spannung garantiert. In Irland, Russland und der Slowakei stehen gleich drei Nationen punktgleich an der Spitze.

Armenien, das in Russland antreten muss (17 Uhr), darf sich ebenfalls noch Chancen ausrechnen. Die Slowakei hat gegen Andorra eine vermeintlich leichte Aufgabe zu lösen (20.15 Uhr), auch Irland ist mit Coach Giovanni Trapattoni in Mazedonien (21.30 Uhr) Favorit.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel