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Guus Hiddink (l.) war bereits 2009 für fünf Monate Trainer des FC Chelsea © getty

Guus Hiddink steht vor einem Comeback als Trainer beim FC Chelsea. Sein Nachfolger auf der Bank der Türkei könnte Berti Vogts werden.

München - Die Uhr von Guus Hiddink als Trainer der türkischen Fußball-Nationalmannschaft läuft allem Anschein nach ab.

Der erfahrene niederländische Coach hatte nach dem 1:1 (1:1) der Türkei (Bericht: DFB-Verfolger klauen sich Punkte) in der deutschen EM-Qualifikations-Gruppe A in Brüssel gegen Gastgeber Belgien jedenfalls große Mühe, im Verbal-Dribbling die Übersicht zu behalten (DATENCENTER: Die EM-Quali).

"Ich bin im Augenblick dazu nicht in der Lage, etwas zu sagen", antwortete der 64-Jährige auf die Frage, ob er am 2. September gegen Kasachstan noch die Verantwortung für die türkische Auswahl habe.

Es gibt eine Ausstiegsklausel

In England wird er als Favorit von Chelsea-Boss Roman Abramowitsch für die Teammanagerrolle bei den Blues gehandelt. Vielsagend fügte Hiddink in der belgischen Hauptstadt hinzu: "Ich möchte immer klar sein. Ich kann sagen, dass mein Vertrag formal bis 2012 läuft."

Allerdings besitzt der Trainer-Weltenbummler eine Ausstiegsklausel, und so schränkt der erfahrene Coach auch gleich ein: "Wenn es bestimmte Entwicklungen gibt, können wir natürlich reden. Das ist eine sehr kurze Antwort, eine klare Antwort."

Angesprochen auf eventuelle Kontakte zum russischen Milliardär und Chelsea-Eigner Abramowitsch wich der Fußballlehrer aus: "Ich bin jetzt in Urlaub..."

Vogts als Nachfolger?

In der Türkei wird bereits spekuliert, dass im Falle eines Weggangs von Hiddink nach London Ex-Bundestrainer Berti Vogts (derzeit Aserbaidschan) der Nachfolger werden könnte.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte der Weltmeister von 1974 mit der Mannschaft vom Kaspischen Meer einen 1:0-Überraschungserfolg gegen die Türkei gefeiert.

Am Bosporus genießt er deshalb ein hohes Ansehen, allerdings spricht sein laufender Vertrag mit Aserbaidschans Verband gegen einen Wechsel.

Bei Chelsea hoch im Kurs

An der Stamford Bridge wird derweil Hiddink beim FC Chelsea immer noch hochgeschätzt, seit er vor zwei Jahren als Interimslösung die Mannschaft zum Sieg im FA-Cup und ins Champions-League-Halbfinale geführt hatte.

Außer dem Holländer gilt der Ex-Bayern-Profi Mark Hughes (zuletzt FC Fulham) als zweiter heißer Anwärter auf den Posten als Nachfolger von Carlo Ancelotti, der nach enttäuschendem Saisonverlauf bei Chelsea gehen musste.

"Wir hatten eine großartige Zeit mit Guus. Wir würden ihn herzlich willkommen heißen", sagte Chelsea-Kapitän John Terry schon.

In der EM-Quali-Gruppe-A belegt die Hiddink mit der Türkei nach dem Unentschieden den dritten Platz mit einem Punkt Rückstand auf die Belgier, allerdings haben die Türken noch ein Spiel weniger bestritten als die "Roten Teufel".

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