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Cristiano Ronaldo erzielte in 57 Länderspielen für Portugal bislang 21 Treffer © getty

Portugals Cristiano Ronaldo gibt sich vor dem Playoff-Rückspiel selbstbewusst. Edin Dzekos Bosnier wittern historische Chance.

Hamburg/Lissabon - Im Stadion des Licht steht alles im Schatten der Top-Torjäger:

Nach der Nullnummer im ersten Duell wollen Cristiano Ronaldo für Portugal und Edin Dzeko für Bosnien-Herzegowina ihren Mannschaften im Rückspiel der Europameisterschafts-Playoffs das Ticket nach Polen und in die Ukraine buchen.

Vor der Partie (ab 22 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE im TV auf SPORT1) zeigt sich Ronaldo gewohnt selbstbewusst.

"Wir sind die Favoriten, weil wir zu Hause spielen. Vor unserem Publikum werden wir gewinnen", sagte der 26-Jährige, der diese Saison für Real Madrid bereits 13-mal traf.

Aber auch sein bosnischer Gegenpart Dzeko von Manchester City präsentiert sich mit wettbewerbsübergreifend ebenfalls 13 Treffern in dieser Saison in formidabler Verfassung.

Platzverhältnisse als Ausrede

Im Hinspiel im Bilino-Polje-Stadion in Zenica blieben beide Torjäger allerdings blass. Gegen Real-Verteidiger Pepe vermochte sich der Ex-Wolfsburger Dzeko kaum in Szene zu setzen.

Edeltechniker Ronaldo verstolperte, wenn auch auf schwierigem Terrain, in der zweiten Halbzeit gar eine Großchance.

"CR7" machte für die Nullnummer in Bosnien sogleich die äußeren Bedingungen verantwortlich: "Das war kein Spielfeld, das war ein Schrebergarten", wetterte er.

Trainer Paulo Bento schlug in die gleiche Kerbe: "Wir mussten auf einem Platz spielen, den die UEFA besser nicht erlaubt hätte."

"Haben brillant gespielt"

Diesmal müssen Toren fallen, notfalls im Elfmeterschießen.

Portugals Coach ist sich auch auf gutem Geläuf der Schwierigkeit des zweiten Duells bewusst. "Das Rückspiel wird kompliziert", sagte der 42-Jährige.

"Auswärts ist Bosnien stärker", glaubt die portugiesische Sportzeitung "O Jogo".

Bento aber macht seinem Team Mut: "Wir haben in Bosnien brillant gespielt und nur in der Chancenverwertung versagt."

Alves setzt auf die Fans

.Portugals Bruno Alves hofft derweil auf den "zwölften Mann".

"Unsere Fans können ein schwieriges Ambiente für die Bosnier kreieren. Viele Fans im Stadion zu haben, kann entscheidend sein. Wir brauchen die Portugiesen", sagte der Innenverteidiger.

[kaltura id="0_fkvz6miy" class="full_size" title="Ronaldo und Co bleiben torlos"]

Auch den deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark dürfte eine hitzige Atmosphäre erwarten.

Doch Jubel und Anfeuerungsrufe allein dürften beim Vize-Europameister von 2004 nicht zu Frohsinn führen: Um zum fünften Mal in Serie eine EM-Endrunde zu erreichen, braucht die Elf von Nationaltrainer Paulo Bento unbedingt einen Sieg.

Dem Team von Trainer Safet Susic würde dagegen schon ein Unentschieden reichen, wenn dabei Tore fallen 481412(DIASHOW: EM-Playoffs).

Susic lassen die Kampfansagen des Kontrahenten ohnehin kalt: "Wir haben noch alle Chancen. Seit sieben Spielen haben wir nicht mehr verloren und dabei nur ein Elfmetertor kassiert", sagte der Coach.

Für die Bosnier wäre es die erste Teilnahme an einer kontinentalen Endrunde. Dabei stehen Susic im Entscheidungsmatch Sasa Papac und Boris Pandza nach Sperren wieder zur Verfügung.

Ronaldo selbstbewusst

Eine Sperre für die heutige Partie vermied Ronaldo unterdessen trotz der Provokation durch bosnische Fans.

Der ehemalige Weltfußballer wurde im Hinspiel mit Laserpointern geblendet, blieb aber ruhig und vermied seine zweite Gelbe Karte in der laufenden EM-Qualifikation.

Im Training hatte der Portugiese den Fans für die gleiche Aktion noch den Stinkefinger gezeigt.

Auch nagten die hämischen "Messi, Messi"-Rufe nicht an seinem Selbstvertrauen ("Die sollten sich mal was Neues einfallen lassen").

"Es ist an der Zeit"

Zuversicht strahlt auch Bosniens Miralem Pjanic aus. "Wenn wir da drüben ein Tor erzielen, dann denke ich, dass wir weiterkommen. Sie müssten dann schon zwei Treffer erzielen", sagte der Mittelfeldspieler von AS Rom: "Wir haben die Spieler, die das schaffen können."

Dazu gehört auch Vedad Ibisevic.

Der Stürmer von 1899 Hoffenheim ließ vor heimischer Kulisse in der 74. Minute zwar die große Gelegenheit zur Führung verstreichen, glaubt aber weiter an die Qualifikation für die EM.

Damit würden sich sich die Bosnier zudem bei den Portugiesen für das Aus in den Playoffs für die WM 2010 revanchieren.

"Es ist an der Zeit für diese Generation, an einem großen Wettbewerb teilzunehmen, und ich hoffe ernsthaft, dass wir unser Ziel erreichen werden", sagte Ibisevic.

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