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Cristiano Ronaldo führte sein Team mit zwei Treffern zur EM 2012 © getty

Zwei Mal kann Bosnien im Playoff-Rückspiel in Portugal verkürzen - dann zieht der Favorit angetrieben von Ronaldo auf und davon.

Lissabon - Superstar Cristian Ronaldo hat Portugal zur Europameisterschaft 2012 geführt.

Der Stürmer von Real Madrid erzielte beim 6:2 (2:1) der Iberer im Play-off-Rückspiel gegen Bosnien-Herzegowina zwei Tore (8., 53.) und machte damit nach dem 0:0 aus dem Hinspiel den Weg frei in Richtung Polen und Ukraine im kommenden Jahr.

Für Portugal ist es die fünfte EM-Teilnahme in Folge seit 1996.

Nani (24.), Helder Postiga (72., 82.) und Miguel Veloso (80.) erzielten die weiteren Treffer für die Gastgeber, die den Kantersieg erst in Überzahl in der Schlussphase herausschossen.

Misimovic und Spahic verkürzen

Der ehemalige Wolfsburger Zvjezdan Misimovic mit einem verwandelten Handelfmeter (41.) und Kapitän Emir Spahic (65.) hatten zweimal für Bosnien verkürzt.

Sena Lulic sah die Gelb-Rote Karte (54.). Bosnien war bereits in den Play-offs zur WM 2010 in Südafrika an Portugal gescheitert.

Im Estadio da Luz in Lissabon erwischte Portugal einen Start nach Maß. Ronaldo jagte einen Freistoß aus rund 30 Metern zur frühen Führung in die Maschen.

Dzeko scheitert an der Latte

Eine gute Viertelstunde später zeigte Nani seine Weitschussqualitäten und traf aus 25 Metern zum 2:0.

Die Bosnier, die in der ersten halben Stunde kaum zum Zug kamen, hatten ihre erste klare Chance durch Torjäger Edin Dzeko.

Der Ex-Wolfsburger vom englischen Tabellenführer Manchester City setzte einen Kopfball an die Unterkante der Latte, der Ball überschritt allerdings nicht die Torlinie (33.).

Stark im Mittelpunkt

Anschließend stand Schiedsrichter Wolfgang Stark im Mittelpunkt. Nach einer Attacke gegen Helder Postiga im bosnischen Strafraum entschied Stark auf Schwalbe und zeigte dem Portugiesen die Gelbe Karte (36.).

Auf der Gegenseite gab Stark einen Handelfmeter nach einer Aktion von Fabio Coentrao, den Misimovic sicher verwandelte.

Auch aus der Pause kam Portugal mit deutlich mehr Schwung. Bei einem Konter über Joao Moutinho umkurvte Cristiano Ronaldo Bosniens Schlussmann Asmir Begovic und schloss cool zum 3:1 ab.

Bosnien schwächt sich selbst

Wegen Meckerns handelte sich Lulic anschließend die Gelb-Rote Karte ein und schwächte damit die Gäste.

Zwar konnte Spahic noch einmal verkürzen, doch spätestens mit dem vierten portugiesischen Treffer durch Helder Postiga war der Widerstand der Bosnier gebrochen.

Miguel Veloso per Freistoß und noch einmal Helder Postiga trafen zum Endstand.

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