Der Deutsche Fußball-Bund hat aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt und geht davon aus, dass das EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft am 8. Oktober gegen die Türkei tatsächlich zu einem Heimspiel wird.

Nachdem am 9. Oktober 1999 im mit 63.000 Zuschauern ausverkauften Münchner Olympiastadion 45.000 türkische Anhänger ihre Mannschaft beim 0:0 gegen die Gastgeber angefeuert hatten, will der DFB diesmal eine "Invasion" türkischer Fans systematisch verhindern.

Wie das Fachmagazin "kicker" berichtet, haben sich DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und sein türkischer Kollege Ahmet Guevener im Vorfeld auf einen Kompromiss verständigt. Demnach stellt der DFB dem türkischen Verband 10.000 der 75.000 Karten zur Verfügung. Davon gingen 1500 Tickets direkt nach Istanbul. Laut UEFA-Bestimmungen hätte der DFB nur 7500 Karten an die Gäste abgeben müssen.

25.000 Tickets hat der deutsche Verband über die sogenannte Fußball-Familie an Landesverbände und Vereine verkauft, mit 20.000 Karten wurde der Fanclub Nationalmannschaft eingedeckt. Jeder Fan bekommt maximal vier Karten.

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