Bayern-Kapitän Mark van Bommel ist Nationalmannschaftskollege Nigel De Jong verbal zur Hilfe geeilt. "Ich kenne Nigel als netten Kerl. Er will niemanden absichtlich verletzen, er will nur jedes Spiel gewinnen", sagte van Bommel der niederländischen "AD Sportwereld".

De Jong war von Bondscoach Bert van Marwijk am Montag aus dem Kader für die EM-Qualifikationsspiele gegen Schweden und Moldawien gestrichen worden. Van Marwijk reagierte damit auf ein Foul De Jongs, der im Spiel seines Klubs Manchester City gegen Newcastle United am Wochenende Gegenspieler Hatem Ben Arfa mit einer rüden Grätsche das linke Schien- und Wadenbein gebrochen hatte.

Bereits im März hatte De Jong Boltons Mittelfeldspieler Stuart Holden mit einer Grätsche das Bein gebrochen. Auch im WM-Finale fiel De Jong negativ auf, als er Spaniens Xabi Alonso mit einem Kung-Fu-Tritt gegen die Brust niederstreckte.

"Wir finden das alle sehr frustrierend und es ist unglücklich, dass er zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten einem Gegner das Bein gebrochen hat", erkennt Mark van Bommel zwar an, sagt aber auch: "Es gibt Leute, die ihn jetzt einen Kriminellen nennen. Das ist natürlich Unsinn."

Sein aggressives Spiel solle De Jong trotz der jüngsten Ereignisse nicht verändern, fordert van Bommel, selbst wiederholt für seine rüde Gangart kritisiert. "Ich wollte nie jemanden verletzen und musste über diese Kritik nachdenken", erinnert sich der Bayern-Profi: "Nigel sollte sein Spiel nicht verändern, wir brauchen ihn so wie er ist. Aber vielleicht sollte er hin und wieder etwas anders in die Zweikämpfe gehen."

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