Das EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und der Türkei haben Zehntausende Fans zum Anlass genommen, in Berlin ein deutsch-türkisches Fußballfest zu feiern.

Nicht nur im Olympiastadion, sondern auch auf dem Oranienplatz in Kreuzberg und in anderen Multi-Kulti-Bezirken wollten Fans beider Länder das Spiel gemeinsam verfolgen.

Insgesamt waren in der Hauptstadt 1200 Polizisten im Einsatz, um die Sicherheit zu gewährleisten. Vier Stunden vor dem Anpfiff verzeichnete die Polizei noch keine Festnahmen.

"Wir erwarten ein friedliches Fest, so wie es auch schon beim EM-Halbfinale 2008 war. Wir werden aber aufpassen, dass die Emotionen nicht überkochen und vor allem das Abbrennen von Pyrotechnik sofort unterbinden", sagte Guido Busch, Sprecher der Berliner Polizei.

Auf dem Oranienplatz im Bezirk Kreuzberg, der einen Ausländeranteil von über 30 Prozent hat, wurden etwa 5000 Anhänger zum Public Viewing erwartet.

Auch Grünen-Politiker Cem Özdemir hatte seine Teilnahme angekündigt. Schon am Nachmittag war die Gegend ebenso wie der Bezirk Neukölln fest in türkischer Hand. Die türkische Nationalflagge hing an vielen Autos und Häusern.

Von den rund 3,4 Millionen Einwohnern Berlins haben ungefähr 200.000 türkische Wurzeln. Somit ist die deutsche Hauptstadt die größte türkische Gemeinde außerhalb der Türkei.

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