Nach den schweren Ausschreitungen beim abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel zwischen dem viermaligen Weltmeister Italien und Serbien am Dienstag sind acht serbische Randalierer im Gefängnis von Genua von einem Untersuchungsrichter vernommen worden.

Er muss entscheiden, ob die Untersuchungshaft für die Randalierer verlängert wird. Ihnen werden unter anderem Verwüstungen und Gewalt gegen die Polizei und schwere Verstöße gegen die Gesetze zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit vorgeworfen.

Die Rechtsanwälte des serbischen Hooligan-Anführers Ivan Bogdanov streben für ihren Mandanten einem gerichtlichen Vergleich an.

Sie forderten eine zweijährige Haftstrafe und eine Ausweisung, da der Serbe kein EU-Bürger ist. Dem 29-jährigen Nationalisten droht in Italien eine Haftstrafe von bis zu vier Jahren.

Unterdessen drängen die italienischen Klubs als Konsequenz der Ausschreitungen auf eine schnelle Privatisierung der meist staatlichen und veralteten Stadien.

"Der Staat muss unbedingt einen Plan für den Bau neuer Stadien entwerfen, die Sicherheit der Zuschauer steht auf dem Spiel", betonte der Präsident von Lazio Rom, Claudio Lotito.

Derzeit entsprechen nur die Stadien in Mailand, Rom und Turin den internationalen Standards.

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