Wie serbische Medien am Samstag berichten, werden zwei flüchtige Anführer krimineller Banden verdächtigt, die gewalttätigen Ausschreitungen bei dem abgebrochenen Spiel der EM-Qualifikation zwischen Italien und Serbien am Dienstag in Genua mit mehr als 200.000 Euro finanziert zu haben.

Mit dem Geld sollen Reise und Ausstattung für mehr als 60 Hooligans bezahlt worden sein. Die beiden Kriminellen seien insbesondere daran interessiert, Unruhe und Chaos in Serbien zu stiften.

Der serbische Innenminister Ivica Dacic kündigte eine umfassende Untersuchung der Berichte an.

Unterdessen hat Serbiens Präsident Boris Tadic hat abschreckende Maßnahmen gegen die Hooligans angekündigt: "Wir werden die Randalierer isolieren und hart bestrafen", versprach Tadic im Gespräch mit dem italienischen Staatsfernsehen "RAI 2".

Der serbische Fußball-Verband FSS will sich derweil für eine Neuansetzung der Partie einsetzen. "Wir werden uns am 18. Oktober mit UEFA-Präsident Michel Platini und einigen wichtigen Funktionären des Verbandes treffen und ein Wiederholungsspiel fordern", sagte FSS-Präsident Tomislav Karadzic. Der italienische Verband will dagegen zunächst das Ergebnis der UEFA-Untersuchung abwarten.

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