Polens Verbands-Präsident Grzegorz Lato hat sich für die jüngsten Gewaltausbrüche polnischer Hooligans entschuldigt.

"Wir sind geschockt über die Ausschreitungen. Ich habe so etwas nie erlebt, wenn ich gespielt habe", sagte der Torschützenkönig der Weltmeisterschaft von 1974 in Warschau bei einem Treffen mit UEFA-Offiziellen.

Um die Gewalt einzudämmen, hat sich bereits Polens Regierung um Premierminister Donald Tusk eingeschaltet.

"Es wurden Maßnahmen getroffen, damit sich die Vorfälle nicht wiederholen", sagte Lato. Im vergangenen Monat musste mehrere Teams ihre Spiele vor leeren Rängen austragen.

Die Welle der Gewalt hatte im Land des Co-Gastgebers der EM 2012 im Mai einen neuen Höhepunkt erreicht. Die polnische Polizei nahm 21 registrierte Hooligans fest.

Zuvor war es im Rahmen des Pokalfinales zwischen Legia Warschau und Lech Posen (5:4) in Bydgoszcz zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Bereits im März wurden polnische Fans festgenommen, weil sie vor und während eines Länderspiels in Litauen (0:2) Flaschen, Leuchtgeschosse und Bänke auf Polizisten geworfen hatten.

"Ich würde mich gerne bei unseren litauischen Freunden entschuldigen", sagte Lato.

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