Englands Stürmerstar Wayne Rooney wird trotz seiner Sperre für die EM-Vorrunde 2012 voraussichtlich im Kader der Three Lions stehen.

Teammanager Fabio Capello werde den 26-Jährigen auf jeden Fall ins Aufgebot für die Titelkämpfe in Polen und der Ukraine nehmen, berichteten verschiedene Tageszeitungen am Freitag.

Derweil hat der englische Fußball-Verband FA einen Einspruch gegen die Sperre angekündigt.

Demnach habe sich Capello am Donnerstag auf dem Trainingsgelände von Manchester United mit Rooney getroffen und ihn darüber informiert. Außerdem teilte der Teamchef Rooney mit, dass er ihn jedoch für die anstehenden Länderspiele gegen Spanien und Schweden nicht berücksichtigen werde.

Rooney hatte vor allem auf ein Mitwirken gegen Weltmeister Spanien am nächsten Samstag in Wembley gehofft.

Capello wird die Länderspiele aber wohl nutzen, um einige Varianten für Zeit ohne den Stürmer auszuprobieren. Er hatte zuletzt schon angekündigt, Rooney auch in den Testspielen bis zur EM nicht mehr einsetzen zu wollen.

"Ich muss eine Lösung für die ersten Spiele finden, in denen er nicht dabei sein wird. Und wenn wir diese Lösung finden, dann muss er arbeiten, um in die erste Elf zurückzukehren", hatte Capello gesagt.

Rooney war von der UEFA für drei Spiele der EM-Endrunde gesperrt worden, nachdem er im letzten Qualifikationsspiel der Engländer gegen Montenegro die Rote Karte gesehen hatte.

Die FA will sich gegen das Urteil wehren. "Wir haben Dienstag die Urteilsbegründung erhalten und haben bis Mitternacht Zeit, darauf zu reagieren. Wir werden Einspruch gegen die Drei-Spiele-Sperre einlegen", teilte ein FA-Sprecher am Freitag mit.

Seine Aktion hatte Rooney bald darauf bereut und als "dumm" bezeichnet. "Es ist schlimm für mich, ich bin enttäuscht. Aber es war mein eigener Fehler, deshalb kann ich mich nicht beschweren", hatte er nach der Sperre gesagt.

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