Frankreichs Samir Nasri droht wegen seiner Beleidigung eines Journalisten bei der EM möglicherweise eine lange Sperre, wie die "L'Equipe" berichtet.
Der französische Verband FFF denke über eine Suspendierung von bis zu zwei Jahren nach. Ein Verfahren gegen den Mittelfeldspieler werde kommende Woche eingeleitet.
Nasri hatte nach dem Viertelfinalaus gegen Spanien einen Journalisten übelst beleidigt, ihn unter anderem als "Hurensohn" beschimpft.
Zudem müssen auch Hatem Ben Arfa, Yann M'Vila und Jeremy Menez wegen Fehlverhaltens Strafen fürchten.
Ex-Nationaltrainer Raymond Domenech hat derweil eine andere Einstellung der Spieler gefordert. Es sei zwar keine Schande gegen den Weltmeister auszuscheiden, es sei aber eine Niederlage ohne Siegeswillen gewesen, schrieb Domenech in seiner Kolumne für die Zeitung "Ouest France".
Es müsse eine grundlegende Veränderung des Spiels der Nationalmannschaft her. Mit mehr Kampf und mehr Disziplin. Dies müsse man auch in den Mittelpunkt bei der Ausbildung der Spieler stellen, so Domenech.
Der 60-Jährige war nach dem peinlichen Vorrunden-Aus bei der WM 2010 in Südafrika von Laurent Blanc abgelöst worden. Vor zwei Jahren hatten die Franzosen ein jämmerliches Bild abgegeben.
Es hatte unter anderem einen Trainingsstreik der Stars gegeben, außerdem wurde Angreifer Nicolas Anelka nach einer verbalen Entgleisung in Richtung Domenech vorzeitig nach Hause geschickt.
