Der französische Nationaltrainer Laurent Blanc wird in den nächsten Tagen seine Zukunft mit dem Verband FFF diskutieren. "Am Donnerstag, Freitag oder am Wochenende", sagte Verbandspräsident Noel Le Graet am Mittwoch und kündigte Verhandlungen mit dem Fußballlehrer an.
Der Vertrag von Blanc, Kapitän von Frankreichs Weltmeistermannschaft 1998, läuft am 30. Juni aus.
Bei der EM-Endrunde waren die Franzosen durch ein 0:2 gegen Welt- und Europameister Spanien im Viertelfinale ausgeschieden. Allerdings hatte es wieder mannschaftsinterne Missstimmung und Querelen mit Medienvertretern gegeben.
So hatte Samir Nasri nach der Niederlage gegen Spanien einen Journalisten in der Mixed Zone als "Hurensohn" tituliert.
Blanc hat sich zuletzt sehr zurückhaltend geäußert, was seine Zukunft anbelangt. Er verwies auf eine tiefgreifende Analyse der EM in Polen und der Ukraine. Nach einer Serie von 23 Spielen ohne Niederlage gehörte die Equipe Tricolore bei der EM zu den Mitfavoriten.
Nach AFP-Informationen soll es am 3. Juli eine Sitzung einer Sonderkommission des Verbandes geben. Dabei sollen die mögliche Vertragsverlängerung mit Blanc sowie eventuelle Sanktionen gegen Nationalspieler aufgrund ihres Verhaltens während der EM-Endrunde diskutiert werden.
Französische Politiker hatte sich zudem mit Kritik zu Wort gemeldet, dass die Stars der Equipe Tricolore eine Prämie von 100.000 Euro pro Nase erhalten sollen. Dies sei in Zeiten einer wirtschaftlichen Krise nur schwer vermittelbar.
Philippe Martin von der Sozialistischen Partei hatte vorgeschlagen, die 2,3 Millionen Euro stattdessen Amateur- oder Behindertensportlern zukommen zu lassen.
