Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli entscheidet erst nach dem EM-Finale der Squadra Azzurra am Sonntag in Kiew gegen Weltmeister und Titelverteidiger Spanien über die Erfüllung seines bis 2014 laufenden Vertrages.
"Ich will mir einige Tage Zeit nehmen und dann mit ehrlichem Herzen darüber sprechen", sagte der Coach am Tag nach Italiens 2:1-Triumph im EM-Halbfinale in Warschau gegen Deutschland auf einer Pressekonferenz im EM-Quartier der Südeuropäer in Krakau.
"Die letzten zwei Monate waren sehr anstrengend", erklärte Prandelli mit Blick auf die Auswirkungen des Korruptionsskandals im italienischen Fußball auf seine Arbeit.
Noch am Dienstag war Italiens Fußball-Chef Giancarlo Abete von einer Fortsetzung der "Ära Prandelli" beim viermaligen Weltmeister bis 2014 ausgegangen. Abete bezog sich dabei allerdings auf Berichte über das vermeintliche Interesse namhafter Vereine an Italiens Erfolgstrainer.
Dabei ist Prandelli nicht allzu gut auf die Top-Klubs auf dem Apennin zu sprechen. Den Trainer stört der geringe Stellenwert seines Teams bei den Fans im Vergleich zur Bedeutung der Spitzenvereine wie Juventus Turin, AC Mailand und Inter Mailand.
"Manchmal frage ich mich, ob die Nationalmannschaft wirklich jemanden interessiert. In Italien sind die Klubs wichtiger als die Nationalelf", klagte Prandelli.
