Der ehemalige Nationalspieler Thomas Doll kritisiert die "Nibelungentreue" von Bundestrainer Joachim Löw zu Lukas Podolski.
Im Hasseröder EM-Doppelpass auf SPORT1 zeigte der frühere HSV- und Dortmund-Trainer Unverständnis, dass Podolski trotz Formschwäche im verlorenen EM-Halbfinale gegen Italien wieder zum Zug kam.
"In so einem Halbfinale müssen die Besten spielen", so Doll.
Ähnlich äußerte sich SPORT1-Experte Thomas Helmer: "Podolski ist gegen Griechenland draußen, kommt wieder rein und spielt weiter wie vorher. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis."
Doll vermisste bei der deutschen Mannschaft gegen Italien generell die nötige Siegermentalität: "Man muss da eine andere Körpersprache mitbringen. Die Einstellung 'Jetzt gehen wir raus und wühlen den Platz um', die habe ich nicht gesehen."
Der 36-malige Nationalspieler Marcell Jansen empfindet die aktuelle Mentalitäts- und Führungsspielerdebatte dagegen als "schwierig": "Wir tun seit Jahren, was als gut und richtig anerkannt wird - und jetzt sitzen wir heute hier, weil wir ein Spiel nicht gut gespielt haben. Wo waren diejenigen, die als es lief, gefragt haben: Da fehlt mir noch was."
