Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli bleibt auch nach dem demütigenden EM-Endspiel gegen Spanien (0:4) im Amt.

Das erklärte der 54-Jährige während der Pressekonferenz in Kiew und kündigte ein Gespräch mit Giancarlo Abete, dem Präsidenten des nationalen Fußballverbandes FIGC, an.

"Meine Zukunft ist schon bestimmt, auch wenn es Zeiten gab, in denen ich nicht sicher war. Aber ich hatte niemals ein Problem mit dem Verband, wir haben ein tolles Verhältnis. Die Nationalmannschaft ist ein schwieriges, aber faszinierendes Projekt. Dieses Projekt muss weitergehen, wir wollen es vorantreiben", sagte Prandelli.

Der Allenatore hatte nach der WM 2010 das Amt von Marcello Lippi übernommen und der Squadra Azzurra einen neuen, offensiveren Spielstil verordnet. Vor dem Finale hatte der in seiner Heimat hochgelobte Trainer, der noch einen Vertrag bis zur WM 2014 in Brasilien besitzt, seine Zukunft offen gelassen.

"Prandelli hat eine solide Beziehung zum Verband. Wir werden versuchen, ihm die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen, damit er seine positive Arbeit fortsetzen kann", sagte Verbandspräsident Giancarlo Abete.

Ministerpräsident Mario Monti, der das Finale in Kiew auf der Tribüne verfolgt hatte, nahm die Entscheidung Prandellis mit Erleichterung zur Kenntnis.

"Er hat sehr gut gearbeitet, er hat Italien vereint und neuen Enthusiasmus für die Nationalmannschaft geweckt", sagte Monti.

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