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Gegen Randers erwartet den Hamburger SV eine große Kulisse © imago

Sportlich verspricht der Kick gegen Randers nach dem klaren Ergebnis im Hinspiel nichts. Doch die Fans brennen auf den neuen HSV.

Von Daniel Rathjen

München - Den FC Randers vor der Brust, die Managersuche im Hinterkopf.

Es herrscht Euphorie und Vorfreude auf die Saison beim Hamburger SV.

Selbst wenn am Donnerstag (ab 20.15 Uhr LIVE) dort der Außenseiter aus Dänemark gastiert, um sich aus der dritten Qualifikationsrunde der Europa League zu verabschieden, wird die Arena gut gefüllt sein.

36.000 Tickets wurden bis Dienstag abgesetzt, mehr als 40.000 Anhänger werden insgesamt erwartet. Und das trotz des klaren 4:0 im Hinspiel.

Debüt der Millionen-Neuzugänge

Die Fans sind vor allem gespannt auf zwei Neue: Der Zehn-Millionen-Mann Marcus Berg und David Rozehnal werden ihr Debüt feiern.

Ansonsten wird Trainer Bruno Labbadia eine bessere "B-Elf" ins Rennen schicken.

Alle, die in der Vorbereitung bislang zu kurz kamen, dürfen gegen Randers ran und sich für den Bundesliga-Start am Sonntag beim SC Freiburg empfehlen.

Berg fühlt sich gut

Berg brennt auf seinen ersten Einsatz für die "Rothosen". "Wenn ich eine gute Chance bekomme, dann werde ich auch treffen", verspricht der 22-jährige Schwede, der vom FC Groningen kam.

"Es tat mir gut, zwei Wochen nur zu trainieren", erzählt er und fügt an: "Ich fühle mich jetzt viel besser."

Auch Rozehnal, der für fünf Millionen von Lazio Rom kam, möchte sich möglichst schnell in die Stammelf spielen und kündigt an: "Ich will mich von meiner besten Seite zeigen."

Neben den beiden Debütanten will Labbadia auch den Rekonvaleszenten Spielzeit einräumen.

Jansen statt Aogo

Marcell Jansen wird statt Dennis Aogo links in der Viererkette beginnen, der insgesamt anderthalb Jahre lang verletzte Niederländer Romeo Castelen gibt sein Pflichtspiel-Comeback im Mittelfeld.

Im Sturm dürfen sich die Youngster Maxim Choupo-Moting und Tunay Torun Hoffnungen auf einen Einsatz neben Berg machen.

Parallel läuft beim HSV weiter die Suche nach einem Nachfolger für Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer.

Am Dienstagabend tagte der Aufsichtsrat und diskutierte über die noch ausstehende Personalie.

Oliver Kreuzer, Bernd Wehmeyer und Stefan Reuter gelten als erste Anwärter.

Hitzfeld ein Kandidat?

Aufsichtsratsboss Horst Becker informierte die Kontrolleure über die bisherigen Gespräche und Tests, die von einem unabhängigen Unternehmen durchgeführt werden.

In einem sogenannten Assessment-Center mussten die Kandidaten in Rollenspielen ihr Geschick beweisen und laut "Sport Bild" unter anderem in einem Stress-Test Lösungen erarbeiten.

Ausgewertet wurden Persönlichkeit, Auftreten und Führungsstärke.

"Wir waren uns einig, dass wir die Sitzung mal sacken lassen", sagt Becker. "Es ist keine Entscheidung gefallen."

Vielmehr kündigte er "noch ein, zwei Gespräche mit neuen Kandidaten" an.

Wehmeyer mit Bonus

Die "Bild" spekuliert in diesem Zusammenhang sogar mit Ottmar Hitzfeld (Nationaltrainer Schweiz) oder dem einstigen HSV-Stürmer Oliver Bierhoff (Nationalelf-Manager).

Einen kleinen Bonus scheint Wehmeyer aber zu besitzen. Er war bereits von 1996 bis 1998 Manager beim HSV und hat einige Fürsprecher im Aufsichtsrat.

Er gilt als echter Hamburger mit guten Kontakten im nationalen sowie internationalen Bereich, er tritt seriös auf und hat einen guten Ruf.

Was ebenfalls für ihn spricht: An allen Transfers, die der Bundesliga-"Dino" in dieser Wechselperiode getätigt hat, war er beteiligt 115102(DIASHOW: Die Transfers des HSV).

Doch noch ist nichts sicher, bis Ende August soll die Suche aber beendet sein.

Die voraussichtliche Aufstellungen:

Hamburg: Rost - Benjamin, Rozehnal, Mathijsen, Jansen - Jarolim, Ze Roberto - Castelen, Trochowski - Berg, Choupo-Moting (Turun)

Randers: Stuhr Ellegaard - Friberg da Cruz, Fenger, Fischer, Jepsen - Möller Pedersen, Beckmann, Damborg - Sane, Lorentzen - Berg

Schiedsrichter: Bernie Raymond Blom (Niederlande)

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