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Der Lehrer und sein Schüler: Eljero Elia (r.) lauscht Trainer Bruno Labbadia © getty

Der HSV will sich im Europa-League-Playoff bei einem französischen Zweitligisten keine Blöße geben. Ein großes Ziel wartet.

Hamburg/Guingamp - Keine Experimente: Trainer Bruno Labbadia vom Hamburger SV geht im Playoff-Hinspiel zur Gruppenphase der Europa League in einem kleinen gallischen Dorf auf Nummer sicher.

Es wird keine Rotation in der Begegnung am Donnerstag (ab 18.30 Uhr LIVE und im DSF) beim zweitklassigen französischen Pokalsieger EA Guingamp geben.

Auch wenn das Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag beim VfL Wolfsburg schon in den Hinterköpfen steckt, hat das Weiterkommen Priorität.

Schließlich sind die Einnahmen aus der zentral vermarkteten Gruppenphase bereits im Jahresetat einkalkuliert und es reizt das Finale am 12. Mai, das in der HSV-Arena ausgetragen wird:

"Ein Endspiel im eigenen Stadion ist eine besondere Verlockung", erklärte bereits Vereinschef Bernd Hoffmann.

Hesl für Rost im Tor

So wird aller Voraussicht nach im Wesentlichen die Elf in der international 16.500 Zuschauer fassenden Arena in der bretonischen Provinz auflaufen, die am Samstag beim 4:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund begeistert hat.

Lediglich Torwart Frank Rost fehlt. Der Routinier leidet an einer schmerzhaften Knochenhautentzündung an der Ferse und wird durch Wolfgang Hesl ersetzt.

Für Labbadia ist das kein Problem: "Wir haben hundertprozentiges Vertrauen zu Wolfgang", sagte der Coach.

Co-Trainer beobachtet Guingamp

Co-Trainer Eddy Sözer schaute sich Zweitligist Guingamp am vergangenen Freitag beim 0:0 gegen Angers an.

"Wir wissen, was auf uns zukommt, und wir werden den Gegner sicher nicht unterschätzen", sagte Sözer, der die Disziplin des Gegners herausstrich: "Wir erwarten sie auch gegen uns eher defensiv."

"Wie England, aber mit weniger Geld"

Da könnte er sich aber täuschen. Coach Victor Zvunka liebäugelt mit einer offensiven 4-3-3-Formation um die Hamburger zu überraschen.

"Ich weiß alles über den deutschen Fußball, es ist wie in England, aber mit weniger Geld", meinte der Trainer, der nahe der deutschen Grenze aufgewachsen ist, "und wie in jedem Spiel kann jeder gewinnen."

Der bekannteste Name in seiner Mannschaft lautet Giresse. Thibaut Giresse ist der 28 Jahre alte Sohn des ehemaligen französischen Europameisters Alain Giresse. Im Fokus steht aber vor allem Verteidiger Bakari Kone aus Burkina Faso, der bereits dem FC Sunderland - und auch dem HSV - aufgefallen sein soll.

Mathijsen macht sich keine Sorgen

Die Favoritenrolle zwischen dem 146. im UEFA-Ranking und dem 13. aus Norddeutschland ist klar verteilt und mit entsprechendem Selbstvertrauen sind die Hanseaten in das mittelalterliche 9000-Seelen-Städtchen gereist.

"Guingamp ist nicht gefährlich. Spielen wir wie gegen Dortmund, kann uns fast keiner schlagen", sagt Verteidiger Joris Mathijsen, "wir müssen dafür sorgen, dass wir es im Rückspiel leicht haben."

Dann könnten sie auch wieder experimentieren und rotieren.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Guingamp: Trevisan - Deroff, Kone, Colleau, Sead - Djoman, Diallo, Mathies - El Jadeyaoui, Grax, GiresseHamburg: Hesl - Demel, Boateng, Mathijsen, Jansen - Ze Roberto, Jarolim - Trochowski, Elia - Petric, GuerreoSchiedsrichter: Marcin Borski (Polen)

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