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Claudio Pizarro (r.) unterschrieb einen Vertrag bis 2012 bei Werder Bremen © getty

Dank fünf Toren nach Standardsituationen steht Bremen mit einem Bein in der Europa League. Ein Spaziergang war es aber nicht.

Bremen - Kraftakt statt Spaziergang: Erst nach einem energischen Schlussspurt hat sich Werder Bremen in der Europa League eine gute Ausgangsposition für das Erreichen der Gruppenphase geschaffen.

Der deutsche Pokalsieger setzte sich gegen den kasachischen Meister FK Aktobe mit 6:3 (3:2) durch und reist damit trotz der Gegentore mit einem beruhigenden Vorsprung zum Rückspiel in einer Woche nach Zentral-Asien.

Vor 21.446 Zuschauern im Weserstadion mussten die Bremer allerdings erhebliche Startschwierigkeiten überwinden, um am Ende zu einem letztlich standesgemäßen Erfolg zu kommen.

Özil und Naldo treffen doppelt

Insbesondere in der ersten Stunde wirkte der Bundesliga-Zwölfte unkonzentriert und fahrig und konnte sich erst entscheidend durchsetzten, als die Kraft bei den Gästen spürbar nachließ.

Den Grundstein zum Sieg legten mit jeweils zwei Toren Nationalspieler Mesut Özil sowie Naldo. Der Brasilianer traf in der 36. und 65. Minute, U21-Europameister Özil war in der 28. sowie in der 67. Minute (Foulelfmeter) erfolgreich.

Die weiteren Tore für die Norddeutschen markierten U21-Europameister Sebastian Boenisch in der 17., sowie der zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselte Hugo Almeida in der 60. Minute. (DATENCENTER: Europa League-Playoffs)

Schaaf unzufrieden

Dennoch war Thomas Schaaf nach dem Spiel alles andere als zufrieden:

"Ich bin nicht zufrieden. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht und dem Gegner viel zu viele Chancen gestattet. Wir hatten aber auch noch mehr Möglichkeiten zu Toren."

Für das Team von Coach Wladimir Muhanow trafen Mittelfeldspieler Sergej Strukow in der 21. und 32. Minute sowie Kapitän Sammat Smarkow (87.).

Aktobe hält mit

Noch beim Seitenwechsel hatte es überhaupt nicht nach einem derart deutlichen Sieg für die Platzherren ausgesehen.

Zu schablonenhaft wurden die Angriffe vorgetragen, zudem erwies sich Aktobe außer bei Standardsituationen als harmlose, aber doch technisch durchaus starke Mannschaft, die Ungereimtheiten in der Defensive der Grün-Weißen konsequent nutzte.

Werder-Trainer Thomas Schaaf hielt es bei mehreren Patzern nicht mehr auf seiner Bank, mehrfach rief er erregt ins Spielfeld hinein und versuchte seine Defensivabteilung wachzurütteln.

Bremen nach dem Wechsel besser

Erst nach dem Seitenwechsel wurden die Kombinationen der Norddeutschen flüssiger, zudem ging nun auch bei den Gästen die spielerische Linie weitgehend verloren, Offensivaktionen gab es fast gar nicht mehr.

Zudem hatten die in der Bundesliga noch sieglosen Bremer im Strafraum weitgehend die Lufthoheit, dies auch, weil Aktobes Torhüter Andrej Sidelnikow bei Flanken, Eckbällen und hohen Hereingaben einen alles anderen als sicheren Eindruck machte.

Bremen schaltet einen Gang zurück

Nachdem die Grün-Weißen zwischen der 60. und 67. Minute den vorentscheidenden Vorsprung herausgeschossen hatten, steckten sie auch mit Blick auf das Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach wieder einen Gang zurück und kassierten noch den dritten Treffer.

Die beiden Doppeltorschützen Özil und Naldo waren die stärksten Akteure bei den Norddeutschen, die als erste deutsche Mannschaft ein Pflichtspiel gegen ein Team aus Kasachstan bestritten. Auf Seiten der Gäste verdienten sich Strukow und Smarkow die besten Noten.

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