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Mladen Petric (M.) wechselte 2008 von Borussia Dortmund zum Hamburger SV © imago

Durch einen souveränen Kantersieg beim französischen Pokalsieger sind die Hanseaten im Grunde für die Europa League qualifiziert.

Guingamp - Ratzfatz in die Gruppenphase: Der Hamburger SV hat mit einem erneuten Blitzstart und einem 5:1 (3:0)-Erfolg beim überforderten französischen Pokalsieger EA Guingamp schon nach dem Hinspiel in der Bretagne die lukrative Gruppenphase der Europa League praktisch erreicht.

Paolo Guerrero (7.) und zweimal Mladen Petric (11./26.) hatten vor der Pause eine schnelle 3:0-Führung herausgeschossen. Der eingewechselte Neuzugang Marcus Berg (50.) und erneut Petric (86.) erhöhten in der zweiten Halbzeit.

Zwei Minuten vor dem Ende fabrizierte HSV-Torhüter Wolfgang Hesl, der den verletzten Stammkeeper Frank Rost bis dahin sehr gut vertrat, noch ein Eigentor (DATENCENTER: Europa League-Playoffs).

Rückspiel in einer Woche fast bedeutungslos

Das Rückspiel am kommenden Donnerstag (ab 20.30 Uhr LIVE) wird durch den höchsten Europacup-Sieg seit fast 20 Jahren ebenso bedeutungslos werden wie die zweite Partie in der zweiten Quali-Runde gegen den FC Randers, das der HSV mit einer B-Mannschaft nach einem 4:0 in Dänemark mit 0:1 verlor.

Durch den Vorstoß in die Gruppenspiele würde der Verein eine Million Prämie von der UEFA einnehmen, dazu kommen durch drei garantierte Heimspiele etwa weitere zwei Millionen Euro.

Finale im heimischen Stadion

"Wir wussten, welche Bedeutung diese Partien in der Play-Off-Phase für den Klub haben", sagte Trainer Bruno Labbadia. Ganz im Hinterkopf träumen die Hanseaten sogar schon vom Finale, das am 12. Mai in ihrem Stadion ausgetragen wird.

Die Hamburger begannen die Partie vor etwa 12.000 Zuschauern in der bretonischen Kleinstadt entsprechend voll konzentriert.

Labbadia zufrieden

Der Trainer war anschließend auch dementsprechend zufrieden:

"Unser Ziel war es, den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen und unser Spiel durchzubringen. Das ist uns gut gelungen. Das Gegentor ärgert mich. Aber natürlich überwiegt das Positive. Toll, dass wir im Angriff solch einen Konkurrenzkampf haben. Das ist genau das, was wir brauchen."

Labbadia bot auch exakt dieselbe Formation auf, die bereits am Samstag in der Bundesliga nach 13 Minuten mit 3:1 gegen Borussia Dortmund geführt hatte.

Klassenunterschied zu erkennen

Von Beginn an zeigte sich der Klassenunterschied gegenüber dem Siebten der zweiten französischen Liga.

Schon in der zweiten Minute hätten sich die Franzosen bei einem Trikotzupfer gegen den durchgebrochenen Eljero Elia über eine Rote Karte nicht beklagen können.

Fünf Minuten später ließ der Niederländer seinen Gegenspieler auf der linken Außenbahn, Yves Deroff, wie einen Anfänger stehen; seinen Pass konnte Torwart Stephane Trevison nicht kontrollieren und Guerreo staubte ab.

Hesl im Tor wenig geprüft

Danach war der Widerstand der Gastgeber gebrochen. Die Norddeutschen kombinierten munter weiter und kamen fast folgerichtig zu den Toren von Petric, der zunächst aus 20 Metern unter die Latte traf und anschließend eine Flanke von Guerrero mit dem Kopf verwandelte.

Ersatztorwart Hesl, der für den an der Ferse verletzten Frank Rost zwischen den Pfosten stand, wurde lediglich einmal in der 12. Minute bei einem harmlosen Fernschuss von Alharbi El Jadeyaoui geprüft.

Schonung für Stammspieler

Nach der Pause konnten es die Hamburger etwas gemächlicher angehen lassen und schonten bereits einige Stammkräfte mit Blick auf das Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag (ab 15 Uhr LIVE) beim deutschen Meister VfL Wolfsburg.

Dennoch war der Erfolg nie gefährdet, auch wenn Hesl nun ein paar Mal sein Können zeigen musste. Dies tat er mehrfach, ehe ihm das Eigentor unterlief.

Petric und Guerreo waren die besten Spieler bei den überzeugenden Hamburgern, bei den Franzosen konnte allein El Jadeyahoui gefallen.

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