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Herthas Pal Dardai (l.) klärt den Ball vor Bröndbys Torschützen Bischoff © getty

Gegen Bröndby gerät die Hertha in Rückstand. Ein Joker gleicht aus. Schließlich bringt ein Eigentor die Berliner um die Früchte der Arbeit.

Kopenhagen - Nach einem Patzer von Keeper Jaroslav Drobny und einem Eigentor von Nemanja Pejcinovic muss Hertha BSC Berlin um die Qualifikation für die lukrative Europa League bangen:

Das Team von Trainer Lucien Favre unterlag beim zehnmaligen dänischen Meister Bröndby IF nach den beiden Missgeschicken 1:2 (0:0) und steht damit im Rückspiel vor einer schweren Aufgabe.

Vor nur 12.050 Zuschauern in Kopenhagen hatte Berlins bulgarischer Joker Waleri Domovchiyski (53.) die Bröndby-Führung durch Mikkel Bischoff (52.) zunächst noch postwendend ausgeglichen.

Doch dann sorgte Pejcinovic mit einem Kopfball-Eigentor für die bittere Niederlage.

Domowtschiski kommt für Wichniarek

Hertha-Trainer Lucien Favre hatte die 700 mitgereisten Anhänger zunächst überrascht: Der Schweizer Coach ließ sein Team erstmals in dieser Spielzeit das offensivere 4-3-3-System spielen (DATENCENTER: Europa League-Playoffs) .

Neben dem in den ersten beiden Bundesligaspielen blassen Neuzugang Artur Wichniarek agierten Patrick Ebert und Raffael im Angriff. Wichniarek wurde allerdings bereits nach 31 Minuten durch Joker Domovchiyski ersetzt.

Favre nicht unzufrieden

Die Berliner, die in der vergangenen Saison in der Gruppenphase des UEFA-Cups gescheitert waren, kamen trotz der drei Stürmer in der ersten Halbzeit aber kaum zu Offensiv-Aktionen.

Dennoch war der Coach nicht unzufrieden und blickt positiv in die Zukunft:

"Mit dem schnellen Tempo haben wir Probleme gehabt, trotzdem ist im Rückspiel noch alles drin. Es war extrem schwierig, Bröndby war sehr engagiert. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden."

Bröndby mit starker erster Hälfte

Die einzige Chance im ersten Abschnitt hatte Cicero, doch Gäste-Keeper Stephan Andersen parierte den 18-Meter-Schuss glänzend (28.).

Dagegen legte Bröndby vor heimischer Kulisse lange Zeit einen wahren Sturmlauf hin, scheiterte aber immer wieder an der schwachen Chancenauswertung.

So verpasste der frühere Kölner und Bochumer Bundesligaprofi Peter Madsen völlig freistehend aus fünf Metern die frühe Führung für die Gastgeber (12.). Sieben Minuten später prüfte Morten Rasmussen Hertha-Keeper Drobny mit einem Schuss aus gut 20 Metern.

Dänen lassen beste Chancen aus

In der 25. Minute sahen die Hertha-Fans den Ball bereits im eigenen Netz, als Cicero bei einem Abwehrversuch den Ball direkt auf den Fuß von Mikael Nilsson köpfte. Der Schwede setzte den Schuss aber knapp am linken Pfosten vorbei.

Bröndbys Morten Rasmussen brachte vor dem Seitenwechsel noch das Kunststück fertig, den Ball aus zwei Metern Distanz am Hertha-Tor vorbeizuschieben (34.).

Zwei Tore in 90 Sekunden

Auch im zweiten Abschnitt setzte sich der Angriffswirbel der Dänen fort. Sieben Minuten nach der Pause wurden sie belohnt: Nach einem Freistoß von Thomas Rasmussen konnte Drobny den Ball nicht festhalten, Bischoff war im Nachsetzen erfolgreich.

Doch nicht einmal 90 Sekunden später glich Domovchiyski aus: Nach einer Flanke von Patrick Ebert von der rechten Seite köpfte der Bulgare aus kurzer Distanz freistehend ein. Pejcinovic brachte die Gäste schließlich um den Lohn.

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