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Nach der 1:2-Niederlage wird es für die Hertha schwer, die Europa League zu erreichen © getty

Die Niederlage in Bröndby fordert einige Verletzte. Wichniarek und Kacar drohen auszufallen. Favre bleibt jedoch optimistisch.

Kopenhagen/Berlin - Mit einem blauen Auge davongekommen, aber zahlreiche Blessuren mitgebracht.

Hertha BSC Berlin hat nach der 1:2 (0:0)-Niederlage im Playoff-Hinspiel zur Europa League beim zehnmaligen dänischen Meister Bröndby IF zwar noch alle Chancen auf ein Weiterkommen, die angespannte Personalsituation treibt den Berlinern jedoch die Sorgenfalten auf die Stirn.

Am Sonntag folgt dann das richtungweisende Auswärtsspiel beim VfL Bochum (ab 15 Uhr LIVE).

Rückenschmerzen bei Wichniarek

"Ich weiß nicht, was passiert ist, auf einmal habe ich heftige Schmerzen im Rückenbereich gespürt. Jetzt muss ich mich sofort intensiv behandeln lassen, bis Sonntag ist nicht mehr viel Zeit. Ich hoffe, es reicht noch", sagte Stürmer Artur Wichniarek.

Bereits nach 31 Minuten war er für Joker Waleri Domowtschiski ausgewechselt worden und wartet damit nach seiner Rückkehr weiter auf sein erstes Tor für die Hertha. (DATENCENTER: Europa League-Playoffs)

Doch nicht nur der polnische Neuzugang Wichniarek droht in Bochum auszufallen.

Zittern um Herthas einzigen Bundesliga-Torschützen

Viel härter trifft die Berliner die Verletzung des zuletzt starken Gojko Kacar.

Der serbische Mittelfeldspieler, in der laufenden Bundesliga-Saison mit zwei Treffern bislang einziger Hertha-Torschütze, erlitt in Kopenhagen eine Mittelfußprellung.

Kacar, den Champions-League-Aspirant VfB Stuttgart zuletzt für zwölf Millionen Euro abwerben wollte, wird Berlins Trainer Lucien Favre voraussichtlich ebenfalls nicht zur Verfügung stehen.

Fehlende Wort bei Drobny und Pejcinovic

Hoffnung besteht dagegen bei Cicero und Maximilian Nicu, die nach Angaben der ärztlichen Abteilung nur leichtere Blessuren vermeldeten.

Doch nicht nur die verletzten Akteure, auch die Unglücksraben Jaroslav Drobny und Nemanja Pejcinovic schlichen in Kopenhagen mit gesenkten Köpfen vom Platz.

Drobny flüchtete nach seinem Fehlgriff zum zwischenzeitlichen 0:1 durch Mikkel Bischoff (52.) wortlos in die Katakomben, Neuzugang Pejcinovic rang nach seinem unglücklichen Eigentor zum 1:2-Endstand (70.) nach Worten.

Drobny gleitet der Ball aus den Händen

"Ich habe den Ball erst ganz spät gesehen. Vor mir springt einer hoch, der Ball rutscht mir drüber und dann war er auch schon im Tor. Da hat uns einfach das Glück gefehlt", sagte der serbische Verteidiger nach seinem Kopfball-Eigentor.

Einen großen Anteil an der Niederlage hatte aber auch Drobny, dem eine harmlose Flanke aus den Händen glitt - Bischoff brauchte nur noch einzuschieben.

Favre bleibt optimistisch

So konnten sich die Berliner am Ende bei Joker Domowtschiski, der in der 53. Minute für das wichtige Auswärtstor sorgte, und bei der mangelhaften Chancenauswertung der Gastgeber bedanken, dass sie überhaupt noch im Rennen um die Europa League sind.

"Mit dem schnellen Tempo haben wir Probleme gehabt, trotzdem ist im Rückspiel noch alles drin", sagte Trainer Favre, der sich nach der Landung in Berlin am Freitag erst einmal um seine verletzten Akteure kümmerte.

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