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Auf Steve von Bergen und Arne Friedrich (2.u.3. v.l.) wartet eine Menge Arbeit © imago

Hertha BSC braucht in den Europa-League-Playoffs gegen Bröndby eine deutliche Leistungssteigerung. Bei Werder und HSV herrscht Gelassenheit.

Hamburg - Aufregung bei der Hertha, Schmusekurs beim HSV, Gelassenheit bei Werder:

Echte sportliche Brisanz ist nur im Jahnsportpark zu erwarten, wenn die Berliner am Donnerstag (ab 18.30 Uhr LIVE) in der Qualifikation zur Gruppenphase der Europa League gegen Bröndby IF den 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen müssen.

Dagegen dürfen die beiden hanseatischen Rivalen aus Hamburg und Bremen praktisch schon für die nächste Runde planen.

Davon ist Hertha BSC angesichts einer aktuellen Formkrise noch weit entfernt.

"Wir müssen totale Hingabe und volle Präsenz zeigen, die einfachen Tugenden abrufen. Nur so kommt der Erfolg zurück", fordert Manager Michael Preetz, dem drei Niederlagen hintereinander und der Sturz auf Tabellenrang 13 in der Bundesliga schwer auf den Magen geschlagen sind.

Offensichtlich sind personelle Verstärkungen notwendig, schon deshalb wäre ein Ausscheiden gegen den dänischen Ex-Meister fatal.

Hertha braucht Geld zum Nachrüsten

Preetz: "Ein Weiterkommen würde unseren finanziellen Handlungsspielraum erweitern."

Besonders in der Offensive muss nachgerüstet werden, denn nur der zudem an Rückenproblemen laborierende Artur Wichniarek und Waleri Domowtschiski genügen derzeit höheren Ansprüchen.

Das weiß auch Trainer Lucien Favre, der seine Spieler vor der brisanten Situation eindringlich warnte.

Favre verlangt Konzentration

"Die Ausgangslage ist extrem gefährlich, wir müssen sehr konzentriert sein", äußerte der Schweizer, der die abgelaufene Saison mit dem Hauptstadtklub auf einem beachtlichen vierten Platz abgeschlossen hatte.

Konzentration von seinen Schützlingen fordert auch Thomas Schaaf, doch der Werder-Coach ist in einer deutlich komfortableren Lage als sein Berliner Kollege.

Nur durch bodenlosen Leichtsinn könnte der deutsche Pokalsieger am Donnerstag (ab 15.45 Uhr LIVE) im 13.500 Zuschauer fassenden Zentralstadion den 6:3-Vorsprung aus dem Hinspiel gegen den kasachischen Titelträger FK Aktobe noch aus der Hand geben.

Werder fliegt 7400 Kilometer

"Jedes Spiel bringt Gefahren, aber wenn man Aktobe beschäftigt, unterlaufen der Mannschaft auch Fehler", sagte Schaaf vor dem fünfstündigen Flug nach Kasachstan.

7400 Flugkilometer kommen da insgesamt für die Grün-Weißen zusammen, Schaaf nahm die strapaziöse Anreise mit Humor: "Ich werde auf jeden Fall nicht unterwegs aussteigen."

Noch eindeutiger ist die Ausgangsposition für den Hamburger SV, der mit einem 5:1-Vorsprung aus dem Hinspiel Frankreichs Pokalsieger EA Guingamp am Donnerstag (ab 20.15 Uhr LIVE) in der WM-Arena am Volkspark empfängt.

HSV will "Randers II" vermeiden

Für die glänzend in die Liga gestarteten Norddeutschen geht es gegen den französischen Zweitligisten darum, verlorenen Kredit zurückzugewinnen. Eine Runde zuvor hatte man in der Europa League gegen den FC Randers aus Dänemark eine peinliche 0:1-Niederlage kassiert.

Dennoch will Trainer Bruno Labbadia auch diesmal einer B-Elf das Vertrauen schenken, die Leistung soll und muss aber dennoch stimmen. "Wir sind es den Fans schuldig, eine gute Partie abzuliefern", meint Mladen Petric.

Selbst einlösen muss der Stürmer dieses Versprechen aber nicht, denn er gehört zu den Akteuren, die für das Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Aufsteiger 1. FC Köln geschont werden.

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