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Der Ungar Pal Dardai (l.) spielt seit 1997 für Hertha BSC Berlin © getty

Die Berliner wollen im Rückspiel gegen Bröndby IF den kompletten Fehlstart verhindern. Manager Preetz fordert "totale Hingabe".

Berlin - Die Stars wollen Verstärkungen, der Manager verlangt totale Hingabe, der Trainer fordert mehr Konzentration:

Vor dem "Alles-oder-Nichts"-Spiel in der Europa League gegen Bröndby IF ist bei Hertha BSC Berlin (ab 18 Uhr LIVE) mächtig Feuer unter dem Dach.

Nur, wenn die Berliner die 1:2-Hinspielniederlage gegen die Dänen drehen und die lukrative Gruppenphase erreichen, könnten die Brandherde gelöscht werden.

Ansonsten droht bereits vier Wochen nach dem Saisonstart Explosionsgefahr.

Angst vor komplettem Fehlstart

"Wir müssen totale Hingabe und volle Präsenz zeigen, die einfachen Tugenden abrufen. Nur so kommt der Erfolg zurück. Dann steigt auch die Stimmung wieder", sagte Manager Michael Preetz.

Drei Niederlagen in Folge, Platz 13 in der Liga und das drohende Aus auf europäischer Bühne sorgen für unzufriedene Gesichter beim Hauptstadtklub.

Die Angst vor einem kompletten Fehlstart geht um.

Einige Führungsspieler haben ihre Unzufriedenheit zuletzt auch öffentlich kundgetan.

Im Kader muss nachgebessert werden

Kapitän Arne Friedrich machte "fehlende Qualität" für die ernüchternden Ergebnisse verantwortlich, auch Torhüter Jaroslav Drobny forderte neue Spieler.

Preetz konterte die Spielerkritik: "Alles im Spiel abzurufen, ist keine Frage der Qualität, sondern eine Frage der Einstellung."

Doch auch der Manager weiß, dass nach den Abgängen von Andrej Voronin, Marko Pantelic und Josip Simunic im Kader dringend nachgebessert werden muss.

Offensivspieler gesucht

Das Erreichen der Gruppenphase mit einer garantierten Einnahme von etwa einer Million Euro käme für den klammen Bundesliga-Vierten der vergangenen Saison wie gerufen.

Preetz: "Ein Weiterkommen gegen Bröndby würde unseren Handlungsspielraum erweitern."

Ein bis zwei Offensivspieler sollen noch bis zum Ende der Transferfrist am 31. August zur Hertha wechseln.

Wichniarek-Einsatz ist fraglich

Nach dem Ellenbogen-Bruch des Brasilianers Raffael, der mindestens drei Wochen ausfällt, haben die Berliner derzeit in Waleri Domowtschiski nur einen einzigen gesunden Stürmer. Der Einsatz von Rückkehrer Artur Wichniarek (Rückenprobleme) ist fraglich.

Trainer Lucien Favre lässt jedoch keine Ausreden zu.

"Wir wollen in die Gruppenphase, denn dort können wir auf Top-Teams treffen. Das wäre für die Entwicklung der Mannschaft sehr wichtig", sagte der Schweizer, der seinen Spielern im Training auf der Taktik-Tafel aggressives Angriffspiel aufzeigte.

Dänen voller Selbstbewusstsein

Doch Favre warnte: "Die Ausgangslage ist extrem gefährlich. Wir müssen sehr konzentriert sein."

Die Dänen jedenfalls strotzen nach zuletzt zwei Ligasiegen mit neun Treffern vor Selbstvertrauen.

"Wir holen uns ein Unentschieden in Berlin und kommen weiter", sagte Stürmer Morten Rasmussen.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Berlin: Drobny - Stein, Friedrich, von Bergen, Pejcinovic - Kacar, Dardai, Cicero - Ebert, Nicu - Wichniarek (Domowtschiski).Bröndby: Andersen - Nilsson, Bischoff, von Schlebrügge, Thomas Rasmussen - Mike Jensen, Holmen, Krohn-Dehli, Kristiansen - Morten Rasmussen, BernburgSchiedsrichter: Paolo Tagliavento (Italien)

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