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Cladio Pizarro war der Matchwinner der Bremer in Kasachstan © getty

Ohne Probleme kommt Werder in Aktobe dank eines Doppelpacks von Claudio Pizarro weiter. Schaaf schont sogar Spieler.

Aktobe - Weite Reise, kurzer Prozess - ohne große Mühe ist Werder Bremen in die neue Europa League spaziert.

Eine Woche nach dem 6:3-Erfolg im Weserstadion gegen den FK Aktobe setzte sich der deutsche Pokalsieger auch beim kasachischen Meister problemlos mit 2:0 (2:0) durch.

Vor 13.500 Zuschauern im ausverkauften Zentralstadion stellten die Gäste dank Claudio Pizarro schon vor dem Halbzeitpfiff die Weichen auf Sieg.

"Das schnelle 1:0 war wichtig"

In der zehnten Minute verlängerte der Rückkehrer einen Eckball von Nationalspieler Mesut Özil per Kopf zum Führungstreffer, in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs schob der Peruaner nach Vorarbeit von Aaron Hunt den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie.

"Aktobe hat in der ersten halben Stunde viel versucht, aber in Unterzahl war es natürlich schwer. Das schnelle 1:0 war sehr wichtig für uns und hat dem Gegner ein bisschen die Hoffnung geraubt", sagte Trainer Thomas Schaaf. "In der zweiten Halbzeit ist dann die Gegenwehr erlahmt und wir konnten den Sieg nach Hause bringen."

Platzverweis wegen Schwalbe

Die ohnehin geringen Hoffnungen der Platzherren auf das Erreichen der Gruppenphase waren schon in der 36. Minute auf den Nullpunkt gesunken.

Außenverteidiger Emil Kenschissarjew, bereits mit einer Gelben Karte belastet, wurde von Schiedsrichter Vladimir Hrinak aus der Slowakei wegen einer "Schwalbe" vorzeitig in die Kabine geschickt.

Nach dem Seitenwechsel taten die Norddeutschen nicht mehr als nötig, um den Sieg sicher nach Hause zu bringen.

Coach Thomas Schaaf schonte nach einer Stunde im Hinblick auf das nächste Bundesligaspiel am Sonntag bei Hertha BSC Berlin Torjäger Pizarro und ersetzte ihn durch den bolivianischen Nationalspieler Marcelo Moreno.

Zeitgleich verließ auch Tim Borowski den Platz, für ihn bekam Nachwuchsspieler Philipp Bargfrede einen halbstündigen Einsatz. Özil wurde in der 72. Minute von Marko Marin abgelöst.

Wiese zu Beginn auf dem Posten

Lediglich in der Anfangsphase hatten die Gastgeber enormen Druck entwickelt und sich gleich in den ersten drei Minuten drei gute Einschussmöglichkeiten erspielt, die jedoch durchweg von Tim Wiese vereitelt worden.

Der Keeper der Grün-Weißen ließ sich seine Enttäuschung über die ausgebliebene Nominierung für die kommenden beiden Länderspiele nicht anmerken und war von der ersten Sekunde an gut im Spiel.

Stattdessen kritisierte Werder-Geschäftsführer die Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw.

"Es ist schwer, an eine faire Chance für Tim zu glauben. Viel deutlicher kann man ihm nicht zeigen, was anscheinend das DFB-Trainerteam von ihm hält", erklärte der Bremer Sportdirektor.

Wiese wurde lediglich ein Einsatz in der Freundschaftspartie am 14. November in Köln gegen Chile zugesichert.

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