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Torschütze Pal Dardai (l.) im Kopfballduell mit dem Dänen Nilsson © getty

In den letzten 15 Minuten drehen die Berliner das Spiel dank des starken Kacars. Zuvor hatte Rasmussen die Berliner geschockt.

Berlin - Dank eines furiosen Endspurts hat Hertha BSC Berlin die lukrative Gruppenphase der Europa League erreicht.

Die Berliner gewannen nach drei Toren innerhalb von zwölf Minuten das Play-off-Rückspiel gegen den dänischen Ex-Meister Bröndby IF mit 3:1 (0:0).

Damit machte die Hertha auch das 1:2 aus dem Hinspiel wett und wendete die drohende Krise nach dem Liga-Fehlstart vorerst ab.

Kacar der Matchwinner

Nach dem Rückstand durch Morten Rasmussen (51.) schien das vorzeitige Aus der Berliner schon besiegelt.

Gojko Kacar (75.), Pal Dardai (80.) und abermals Kacar (86.) drehten die verloren geglaubte Partie aber noch für die Berliner.

"Haben Charakter gezeigt"

"Wir hatten in der ersten Halbzeit schon einige Chancen und hätten führen müssen. Stattdessen kriegen wir nach der Pause dieses unglaubliche Tor rein", sagte Trainer Lucien Favre.

"Aber wir haben gut reagiert und Charakter gezeigt", lobte der Schweizer sein Team.

Die Auslosung der Gruppen findet am Freitag (13.00 Uhr) in Monte Carlo statt. Unabhängig von den Gegnern sind dem klammen Hauptstadtklub bereits etwa 1,5 Millionen Euro Einnahmen garantiert, die für dringend benötigte Verstärkungen im Offensivbereich in den Kader fließen sollen.

Verstärkung aus Kolumbien?

Offenbar sind die Berliner bereits in Südamerika fündig geworden. Wie "Bild" berichtet, ist der Transfer des kolumbianischen Nationalspielers Adrian Ramos von America de Cali so gut wie perfekt.

"Ja, die Sache mit Hertha ist durch", hieß es in einem Statement der Beratungsagentur Creative Talent, die Ramos vertritt.

Besteht der 23-Jährige den obligatorischen medizinischen Check, erhält er einen Dreijahresvertrag. Als Ablösesumme sind 1,4 Millionen Euro im Gespräch.

Preetz dementiert Einigung

Von einer Einigung mit Ramos wollte Herthas Manager Michael Preetz allerdings nichts wissen.

"Es wurde nichts unterschrieben und auch nicht verhandelt. Richtig ist: Wir wollen im Offensivbereich noch einmal tätig werden und durch das Weiterkommen ist unser Handlungsspielraum erweitert worden", sagte Preetz nach der Partie.

Offensiver Auftakt

Vor etwa 14.743 Zuschauern im Jahnsportpark erhielt in der Berliner Vierer-Abwehrkette etwas überraschend Neuzugang Christoph Janker den Vorzug vor Marc Stein. Zudem konnte Stürmer Artur Wichniarek trotz seiner Rückenproblemen von Beginn an auflaufen.

Der Pole war es auch, der die ersten beiden Chancen des Spiels besaß. Erst strich sein Linksschuss nur knapp am Tor vorbei (2.), zwei Minuten später bekam Wichniarek nach einer Flanke von Cicero nicht genügend Druck hinter den Ball.

Dem Bundesligisten war es anzumerken, dass er die 1:2-Hypothek aus dem Hinspiel schnellstmöglich wettmachen wollte.

Rasmussen schockt die Hertha

Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre störte den Gegner früh und versuchte, nach Ballgewinnen das Mittelfeld schnell zu überbrücken.

Nach anfänglichen Problemen fanden die Gäste jedoch zu ihrer Ordnung und machten es den Berlinern fortan schwerer, zu Tormöglichkeiten zu kommen. Wenn doch, scheiterten die Herthaner entweder wie Gojko Kacar (27. und 28.) an den Nerven oder am starken Gäste-Torhüter Stephan Andersen.

Nur sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff schockte Rasmussen die Berliner, als er aus dem Gewühl heraus nach einer Ecke die überraschende Gäste-Führung erzielte.

Hertha antwortete mit wütenden, aber zunächst wenig durchdachten Angriffen, ehe der große Schlussspurt begann.

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