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Die Auslosung zur Europa League 2009/10 fand in Monte Carlo statt © getty

In der Gruppenphase der Europa League bekommen es die Nordlichter mit Österreichern zu tun. Auch Hertha hat lösbare Aufgaben.

Monte Carlo - Erst überstanden Werder Bremen, Hertha BSC Berlin und der Hamburger SV geschlossen in erste Runde der neuen Europa League, dann freute sich das Bundesliga-Trio über die Gegner in der lukrativen Gruppenphase.

Bei der Auslosung am Freitag in Monte Carlo erwischten die deutschen Vertreter sportlich interessante, allerdings auch lösbare Aufgaben.

Jedem Klub sind etwa zwei Millionen Euro Einnahmen in der am 17. September beginnenden Gruppenphase garantiert. Das Finale steigt am 12. Mai 2010 in Hamburg.

Seeler als Glücksfee

Der HSV bekam von Vereins-Ikone Uwe Seeler als Glücksfee mit dem schottischen Vizemeister Celtic Glasgow einen Knaller zugelost. Außerdem treten die Norddeutschen in Gruppe C gegen Hapoel Tel Aviv und Rapid Wien an.

"Das Endspiel im eigenen Stadion ist sicher eine besondere Verlockung", sagte Klubchef Bernd Hoffmann. Trainer Bruno Labbadia meinte: "Die Gruppe verspricht spannende und attraktive Spiele."

Bremen als "Favorit"

Werder Bremen bekommt es in der Gruppe L in einem weiteren deutsch-österreichischen Prestige-Duell mit Austria Wien sowie mit dem spanischen Vertreter Athletic Bilbao und Nacional Madeira aus Portugal zu tun.

"Auf dem Papier sind wir sicherlich der Favorit. Wir werden selbstbewusst, aber nicht nachlässig an diese Aufgabe herangehen", meinte Werder-Trainer Thomas Schaaf.

Lettischer Nobody für Hertha

Auch Herthas Chancen auf ein Weiterkommen in der Gruppe D stehen gut. Neben dem portugiesischen Traditionsklub Sporting Lissabon sind der niederländische Pokalsieger SC Heerenveen und der lettische Meister FK Ventspils die Gegner.

"Wenn man sich wie wir ein Jahr abgestrampelt hat, um im Europacup zu spielen, dann will man dort auch überwintern. Das ist unser Ziel", sagte Manager Michael Preetz. Die jeweils beiden besten Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die K.o.-Runde.

Hertha kämpft sich durch

In den Play-off-Rückspielen am Donnerstag taten sich die Berliner beim 3:1 (0:0) gegen den dänischen Ex-Meister Bröndby IF am schwersten. Nach einem 0:1-Rückstand durch Morten Rasmussen (51.) wurde der Sturmlauf der Herthaner jedoch vor allem dank Doppeltorschütze Gjko Kacar (75. und 86.) belohnt.

"Er ist im Moment unsere Lebensversicherung", sagte Friedrich und gab zu: "Der Druck war enorm, denn wir haben zuletzt viel auf die Fresse bekommen. Das war die richtige Antwort."

Durch den Einzug in die Gruppenphase haben die Herthaner gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Nach drei Niederlagen in Folge, darunter das 1:2 im Hinspiel vor einer Woche, wurde die Abwärtsspirale gestoppt, das angeknackste Selbstvertrauen aufgepäppelt und frisches Geld in die leeren Kassen für neues Personal gespült.

HSV und Bremen locker weiter

Für den HSV war dagegen der Weg in die Gruppenphase ein Spaziergang. Nach dem 5:1-Sieg im Hinspiel gewannen die Hanseaten auch den zweiten Vergleich gegen den französischen Pokalsieger EA Guingamp mit 3:1 (1:0).

Labbadia setzte dabei auf eine B-Elf. Nach schleppendem Start blieb vor 25.798 Fans am Ende die Erkenntnis, dass auch der zweite Anzug der Hamburger passt. "Ich bin froh, dass ich einigen Spielern auf internationalem Parkett die Gelegenheit geben konnte, Wettkampfhärte zu bekommen", sagte Labbadia.

Besonders die Zugänge Robert Tesche (41. und 51.) und Marcus Berg (47.) konnten sich gegen den Zweitligisten aus der Bretagne nicht nur wegen ihrer Tore in den Vordergrund spielen.

Auch Bremen spazierte nahezu in die nächste Runde. Eine Woche nach dem 6:3-Erfolg im Weserstadion gegen den FK Aktobe setzte sich der deutsche Pokalsieger auch beim kasachischen Meister problemlos mit 2:0 (2:0) durch.

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