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Mesut Özil wechselte 2008 von Schalke 04 nach Bremen © getty

Die Bremer geben vor ihrem Europa-League-Auftakt bei Funchal zwar Optimismus vor - ihr Regisseur fällt nun aber doch aus.

München/Funchal - Gelassenheit war nur kurz Trumpf bei Werder Bremen.

Das nun doch unumstößliche Fehlen von Nationalspieler Mesut Özil in der Startelf dürften den Optimismus auf dem mehr als vierstündigen Flug auf die Blumeninsel Madeira ein wenig gedämpft haben.

"Nacional Funchal ist nicht so gut in die Liga gestartet. Wenn wir die Konzentration hochhalten, können wir uns behaupten", übte sich Trainer Thomas Schaaf vor dem ersten Gruppenspiel der Europa League (ab 20.50 Uhr LIVE) beim portugiesischen Erstligisten zwar in Zweckoptimismus.

Doch Jung-Nationalspieler Özil, für den mit großer Wahrscheinlichkeit nun Marko Marin von Beginn an wirbelt, machte an Bord des Sonderfluges ein eher missmutiges Gesicht.

So als ahnte er schon, dass es nichts werde mit einem Einsatz schon in der Startelf, wie sich nun kurz vor Anpfiff bestätigte.

Zenit bezwungen

Das Abschlusstraining in der Hansestadt hatte Özil nach 40 Minuten abbrechen müssen.

"Ich lasse erst einmal mein linkes Knie behandeln und werde dann probieren, ob es geht", kündigte der 20-Jährige vor der Abreise an. Doch zunächst wird Özil draußen bleiben wegen der Probleme nach einer Einblutung Probleme am linken Knie.

Während der einstige Klub von Superstar Cristiano Ronaldo national in der Tat schwächelt, ließ in der Europa-League-Qualifikation ein 4:3-Erfolg gegen den ehemaligen UEFA-Pokalsieger Zenit St. Petersburg aufhorchen.

Schaaf: "Gegen einen solchen Gegner schießt man nicht einfach so vier Tore. Funchal, das wissen wir, ist beweglich und geprägt von den guten technischen Fähigkeiten der Spieler."

Benaglio setzt nicht auf die Ex-Kollegen

An einen sportlichen Erfolg des deutschen Pokalsiegers glaubt indes Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio, der von Juli 2005 bis Dezember 2007 bei den Portugiesen zwischen den Pfosten stand.

"Das Stadion ist nicht sehr groß, die Fans sind sehr impulsiv. Aber wegen ihrer großen spielerischen Qualität müssen die Bremer das Spiel eigentlich ganz klar für sich entscheiden", sagte der Schweizer Nationalkeeper dem "Weser-Kurier".

"Weiterkommen Pflicht"

Angesichts der übrigen Gegner der Hanseaten, Athletic Bilbao und Austria Wien, erwartet Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs nicht nur gegen die Portugiesen einen sportlichen Erfolg.

"In unserer Gruppe sind alle Aufgaben lösbar und ein Weiterkommen eigentlich Pflicht", erklärte der Ex-Nationalspieler, der erstmals seit fünf Jahren auf die fetten Einnahmen aus der Champions League verzichten muss.

"Nun muss die Mannschaft eben in der Europa League sehr weit kommen und Geld verdienen", so Allofs.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Funchal: Rafael Bracalli - Bruno Patacas, Clebao, Felipe Lopes, Wellington - Cleber Monteiro, Luis Alberto, Leandro Salino, Ruben Micael - Anselmo Cardoso, Rodrigo Silva

Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch - Frings - Bargfrede, Borowski - Marin - Pizarro, Marin (Hunt)

Schiedsrichter: Svein Oddvar Moen (Norwegen)

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