vergrößernverkleinern
Mladen Petric wechselte 2008 für rund 7,3 Millionen Euro vom BVB zum HSV © imago

Im Interview mit Sport1.de spricht Petric über seine gute Form, die Arbeitsweise von Labbadia und die Kritik seitens der Medien.

Von Daniel Rathjen

München - Mladen Petric ist in Top-Form.

Neun Tore in 13 Pflichtspielen für den Hamburger SV sprechen für sich.

Seit dem Kreuzbandriss von Paolo Guerrero übernimmt der Kroate zusehends mehr Verantwortung.

Trotzdem herrscht nun Ärger. Denn der Ex-Dortmunder steckt mit dem HSV in Vertragsverhandlungen.

Im Sommer war der VfL Wolfsburg an dem 28-Jährigen interessiert (DATENCENTER: Europa League). Petric lehnte ab, verzichtete auf eine Gehaltserhöhung von zwei Millionen Euro und hätte stattdessen gerne zu verbesserten Bezügen in Hamburg verlängert.

Doch die Gespräche stocken.

Der HSV sieht keine Veranlassung, den Vertrag, der bis 2012 läuft, schon jetzt aufzuhübschen. Ein Verkauf ist aus Sicht der Verantwortlichen kein Thema.

Die Situation ist angespannt. "Ich bin ziemlich traurig und enttäuscht. Es ist schade, dass es so kommt", sagt Petric selbst.

"Rabbatz" machen wolle er aber nicht, wie er dem "kicker" mitteilte, sondern "weiter mein Bestes geben".

Auch im Sport1.de-Interview vor dem Spiel gegen Hapoel Haifa (ab 20.35 Uhr LIVE) richtet der Stürmer den Blick schon wieder nach vorne.

Sport1.de: Herr Petric, Ihre Quote von neun Treffern in 13 Pflichtspielen ist top. Was brauchen Sie, um so erfolgreich sein zu können?

Mladen Petric: Die geeigneten Zuspiele von meinen Mitspielern. Ganz alleine kann ich keine Tore erzielen. Ich denke, wir haben bis auf zwei Ausnahmen in Wien und in Osnabrück, gute Spiele gezeigt, in denen wir auch unsere Offensivstärke zeigen konnten. Das kommt einem Angreifer wie mir natürlich zu Gute.

Sport1.de: Ist es auch so, dass Sie mehr Verantwortung übernehmen wollen?

Petric: Es ist grundsätzlich mein Ziel, Verantwortung zu übernehmen. Viele sagen, dass ich durch den Ausfall von Paolo Guerrero noch mehr in der Veranwortung stehe. Das sehe ich allerdings nicht ganz so. Denn wie gesagt, ich habe auch vorher versucht, Verantwortung zu übernehmen.

Sport1.de: Bruno Labbadia setzt auf schnelle Kombinationen. Inwieweit kommt das Ihrem Spiel entgegen?

Petric: Absolut, die Spielweise kommt mir auf jeden Fall entgegen. Ich bin ein Spieler, der den Ball sucht und versucht zu spielen.

Sport1.de: Nach zuvor drei Pflichtspielen ohne Sieg und der Pleite in Osnabrück wurde zuletzt trotz der Tabellenführung bereits erste Kritik laut. Wie bewerten Sie das?

Petric: Ach wissen Sie, man kann sich nicht immer über alles Gedanken machen, was die Öffentlichkeit berichtet. Wichtig ist, dass wir die Situation immer wieder von Fall zu Fall realistisch einschätzen können. Ich denke, das tun wir. Dabei möchte ich nicht den Eindruck hinterlassen, dass wir mit berechtigter Kritik nicht umgehen können. Dass wir in Wien und Osnabrück nicht gut gespielt haben, ist uns allen bewusst. Und dann ist Kritik berechtigt und normal.

Sport1.de: Was waren die Gründe für den Durchhänger und ist dieser mit dem Sieg gegen Bayern tatsächlich beendet?

Petric: Wir haben beim Sieg gegen die Bayern gesehen, was alles möglich ist, wenn jeder an seine Leistungsgrenze geht. Und wir haben eben auch gesehen, wenn dies nicht der Fall ist. Wir müssen weiterhin im täglichen Training hart an uns arbeiten.

Sport1.de: Jeder ist voll des Lobes für Ze Roberto. Wie wichtig ist er für das Team?

Petric: Ze ist sehr wichtig für uns. Ich denke, das kann man schon nach kurzer Zeit sehen. Er gibt den Rhythmus vor und weiß mit seiner Erfahrung ganz genau, wann er was machen muss. Und Szenen wie vor dem Tor gegen die Bayern sind natürlich Extraklasse.

Sport1.de: Die Jungstars Jerome Boateng und Eljero Elia sind in bestechender Form. Müssen Sie die beiden manchmal ein bisschen bremsen, damit sie nicht abheben?

Petric: Ehrlich gesagt nein. Soweit ich das beurteilen kann, wissen sie ganz genau, wie sie mit guten Spielen und Lob umgehen müssen. Außerdem haben wir nahezu alle drei Tage ein Spiel. Da haben die Jungs gar keine Zeit, abzuheben (lacht).

Sport1.de: In der Europa League haben Sie nach der Niederlage gegen Rapid noch etwas gutzumachen. Was wissen Sie über den Gegner?

Petric: Unser Trainerteam hat wie immer alle wichtigen Informationen über den Gegner und wird uns bestens einstellen. Dass wir auf einen starken Gegner treffen, ist uns klar. Schließlich hat Hapoel gegen Celtic mit 2:1 gewonnen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel