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In seiner aktiven Karriere schoss Michael Preetz 93 Tore für die Hertha © getty

Trotz Niederlage zeigten sich im Spiel der Herthaner positive Ansätze. Das Team muss sich nun auch in der Liga weiter steigern.

Lissabon - Manager Michael Preetz entdeckte "Mutmacher für die Zukunft".

Und Kapitän Arne Friedrich sprach von einer "deutlichen Steigerung".

Bei Hertha BSC Berlin sah man trotz der 0:1 (0:1)-Pleite in der Europa League bei Sporting Lissabon wieder Licht am Ende des Tunnels.

"Das war ein erster Schritt. Jetzt müssen wir uns in der Liga weiter steigern", sagte Interimstrainer Karsten Heine vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den Hamburger SV (ab 17 Uhr LIVE).

Drei Tage nach der Entlassung von Trainer Lucien Favre zeigten sich die Haupstädter spielerisch leicht verbessert.

Doch am Ende stand wieder eine Niederlage. Zum neunten Mal in Folge blieb das Schlusslicht der Fußball-Bundesliga in einem Pflichtspiel ohne Sieg.

Zitterpartie droht

"Es tut mir Leid für die Jungs. Sie haben gut gekämpft, hätten mehr verdient", meinte Heine. Nach nur einem Punkt aus zwei Spielen wird das Erreichen der Zwischenrunde in der Europa League zur Zitterpartie.

Sporting hingegen behauptete nach dem ersten Sieg im Europacup im 17. Anlauf gegen eine deutsche Mannschaft die Führung in der Gruppe D (DATENCENTER: Europa League).

Funkel bekundet Interesse

Um die sportliche Wende einzuleiten, sucht Preetz weiter unter Hochdruck einen neuen Trainer.

Hoch im Kurs steht Friedhelm Funkel, der via Medien bereits Interesse bekundete. Der ehemalige Frankfurter Coach verfügt über reichlich Bundesliga-Erfahrung und wäre verbal auch der Hauptstadt-Presse gewachsen.

"Es wäre unklug, wenn ich Einzelheiten über die Trainersuche verrate", sagte Preetz.

"Hätten einen Punkt verdient"

Mit Freude registrierte Kapitän Friedrich den zarten Formanstieg der Mannschaft. Der Nationalspieler musste wegen eines Blutergusses kurzfristig passen, will am Sonntag aber wieder dabei sein.

"Die Abwehr stand wieder kompakter. Die Mannschaft hätte zumindest einen Punkt verdient", meinte Friedrich, der sich zuletzt gegen Vorwürfe wehrte, er habe an der Entmachtung von Trainer Favre mitgewirkt.

Sechs Umstellungen hatte Heine gegenüber der blamablen 1:5-Bundesligapleite bei 1899 Hoffenheim vorgenommen.

In der Innenverteidigung erhielt der Brasilianer Kaka den Vorzug gegenüber dem Schweden Rasmus Bengtsson und bot eine fehlerlose Leistung.

"Er hat sensationell trainiert und sich diesen Einsatz verdient", sagte Heine.

Angriff bleibt größte Baustelle

Im Gegensatz zu Kaka konnten sich Artur Wichniarek im Sturm und Cesar im offensiven Mittelfeld als Neulinge der Startelf nicht für weitere Aufgaben empfehlen. "Cesar hat Ruhe ins Spiel gebracht", meinte Heine.

Mehr allerdings nicht. Wichniarek, in Pflichtspielen für die Hertha immer noch torlos, blieb wie Sturmpartner Adrian Ramos ohne Gefahr.

Der Angriff gibt bei der Hertha mittlerweile die größten Rätsel auf, fragt man sich doch, was da in den vergangenen Monaten im Training einstudiert wurde.

Einen soliden Eindruck hinterließ im Tor der 20 Jahre alte Sascha Burchert, der beim 0:1 machtlos war.

Wahrscheinlich wird am Sonntag aber Blitztransfer Timo Ochs wieder das Tor hüten. Der etatmäßige Keeper Jaroslav Drobny soll erst nach der Länderspielpause wieder fit sein.

Neben eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel klagt der Tscheche mittlerweile auch über Bandscheibenbeschwerden.

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