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Dennis Aogo wechselte 2008 vom SC Freiburg zum Hamburger SV © getty

Der verletzungsgeplagte HSV muss in der Euroleague gegen Celtic Glasgow ran, Werder Bremen fährt mit breiter Brust nach Wien.

München - Der HSV pfeift aus dem letzten Loch, Werder strotzt voller Selbstvertrauen: Mit unterschiedlichen Vorzeichen gehen die deutschen Klubs am Donnerstag in den 3. Gruppen-Spieltag der Europa League (ab 18.45 Uhr LIVE).

60 Tage und zwölf Pflichtspiele hat der verletzungsgeplagte Hamburger SV bis zur Winterpause noch zu überstehen.

Bis dahin wird jede Begegnung zur Herkulesaufgabe, jede Trainingseinheit zur Zitterpartie.

Am Donnerstag geht es für die leidgeprüften Hanseaten zum schottischen Vize-Meister Celtic Glasgow (DATENCENTER: Europa League).

Boateng wohl dabei

"Es bringt doch nichts, wenn man immer wieder über die Ausfälle jammert. Wir müssen die Situation annehmen und eng zusammenrücken", sagt Bruno Labbadia, dem am Dienstag der nächste Schock in die Glieder gefahren war.

Jerome Boateng hatte das Training wegen einer Knieverletzung abbrechen müssen. Inzwischen gab es allerdings Entwarnung.

Boateng hat nur eine leichte Bänderzerrung und kann im Celtic-Park wohl auflaufen.

Doch der Zwischenfall verdeutlichte einmal mehr: Die Personallage beim HSV ist mehr als angespannt, Labbadia müsste seine Profis eigentlich in Watte packen.

Profis fordern Verstärkungen

"Die Euphorie ist nach wie vor da. Die müssen wir in die Winterpause retten. Das schaffen wir nur, wenn wir jetzt zusammenhalten", sagte Mittelfeldspieler Ze Roberto der "Sport Bild".

Mit dem Brasilianer, Mannschaftskapitän David Jarolim und dem letzten verbliebenen gestandenen Stürmer Marcus Berg forderten zahlreiche Profis zuletzt Verstärkungen in der nächsten Wechselperiode.

Doch Klubchef Bernd Hoffmann zeigt sich zögerlich. Die Kasse ist offenbar leer.

Werder ist alarmiert

Lernen von den Hamburgern wollen derweil die Erzrivalen aus Bremen. Zunächst sorgte die 0:3-Schlappe der Hamburger vor fünf Wochen bei Rapid Wien für Schadenfreude.

Doch beim Gastspiel am Donnerstag beim Lokal-Konkurrenten Austria Wien will Werder nicht den selben Fehler machen.

Zumindest auf dem Papier aber ist die Ausgangslage aus Sicht des Bundesliga-Vierten gut.

"Müssen beim Anpfiff voll da sein"

Seit 13 Pflichtspielen sind die Hanseaten ungeschlagen, die letzte Auswärtsniederlage auf internationalem Parkett datiert vom März vergangenen Jahres.

Und so will Allofs die Parallele zum HSV auch nicht überstrapazieren:

"Wir sind mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen in einer komfortablen Position und gehen gelassen an diese Aufgabe heran. Beim Anpfiff müssen wir aber voll da sein."

Borowski einsatzbereit

Mit an Bord war Tim Borowski, der Mittelfeldspieler wird aber wahrscheinlich noch nicht von Beginn an mit von der Partie sein. Die Rückenprobleme des 29-Jährigen sind weitgehend behoben.

Dagegen fehlt der gesperrte Peter Niemeyer, der im Heimspiel gegen Athletic Bilbao die Gelb-Rote Karte sah.

Trainer Thomas Schaaf erwartet die in der Vorrundengruppe L noch sieglosen Gastgeber mit einer offensiven Grundeinstellung: "Austria wird nicht abwarten, sondern attackieren."

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