vergrößernverkleinern
Marcus Berg (r.) wechselte im Juli 2009 vom FC Groningen zum Hamburger SV © getty

Vor dem Spiel bei Celtic Glasgow plagen die Hamburger weiter Verletzungssorgen. Trotzdem bleibt Trainer Labbadia zuversichtlich.

Hamburg - Durchhalten, durchwurschteln, durchmogeln - und nach Möglichkeit auch noch gewinnen:

60 Tage und zwölf Pflichtspiele hat der verletzungsgeplagte Hamburger SV bis zur Winterpause noch zu überstehen.

Bis dahin wird jede Begegnung zur Herkulesaufgabe, jede Trainingseinheit zur Zitterpartie.

Am Donnerstag geht es für die leidgeprüften Hanseaten in der Gruppenphase der Europa League zum schottischen Vize-Meister Celtic Glasgow (ab 20.50 LIVE).

(DATENCENTER: Europa League)

"Jammern bringt nichts"

"Es bringt doch nichts, wenn man immer wieder über die Ausfälle jammert. Wir müssen die Situation annehmen und eng zusammenrücken", sagt Trainer Bruno Labbadia, dem am Dientag der nächste Schock in die Glieder gefahren war.

Jerome Boateng hatte das Training wegen einer Knieverletzung abbrechen müssen.

"Kreuzbandriss", tuschelten die Kiebitze und befürchteten bei dem Nationalspieler dieselbe Blessur wie schon bei Paolo Guerrero, Alex Silva und Collin Benjamin.

Inzwischen gab es allerdings Entwarnung. Boateng hat nur eine leichte Bänderzerrung - doch das Abschlusstraining in Glasgow musste er abbrechen und wird wohl fehlen.

Personalsituation wird immer kritischer

Die Personallage beim HSV bleibt mehr als angespannt, Labbadia müsste seine Profis eigentlich in Watte packen.

Neben den Kreuzbandgeschädigten stehen dem Coach Mladen Petric und Bastian Reinhardt längerfristig nicht zur Verfügung.

Auch Romeo Castelen meldete sich Anfang der Woche mit einer neuerlichen Knieverletzung für unbestimmte Zeit ab.

Erst im kommenden Jahr kehren die ersten Verletzten wohl langsam zurück.

"Die Euphorie ist nach wie vor da. Die müssen wir in die Winterpause retten. Das schaffen wir nur, wenn wir jetzt zusammenhalten", sagte Mittelfeldspieler Ze Roberto der "Sport Bild".

In dem Brasilianer, Mannschaftskapitän David Jarolim und dem letzten verbliebenen gestandenen Stürmer Marcus Berg forderten zahlreiche Profis zuletzt Verstärkungen in der nächsten Wechselperiode.

Doch Klubchef Bernd Hoffmann zeigt sich zögerlich. Die Kasse scheint leer.

Hinkel will Comeback bei Celtic geben

Auch dem kommenden Gegner ist die Misere der Hanseaten nicht verborgen geblieben.

"Die Ausfälle sind für den HSV natürlich ganz bitter. Aber die Mannschaft hat trotzdem weiterhin eine hohe Qualität und kann in Europa League und Bundesliga um den Titel mitspielen", sagt der deutsche Nationalspieler Andreas Hinkel, der gegen den HSV sein Comeback geben will.

Ohne den Außenverteidiger verpatzte Celtic den Auftakt im Europacup allerdings.

Beide Teams unter Druck

Nach einem 1:2 bei Hapoel Tel Aviv und einem 1:1 gegen Rapid Wien liegen die Schotten auf dem letzen Platz der Gruppe C.

"Natürlich wird es jetzt für uns immer enger. Aber es ist noch alles drin. Allerdings müssen wir gegen Hamburg zu Hause gewinnen, um noch eine reelle Chance zu haben", sagt Hinkel. 158196(DIASHOW: Der Europa-League-Spieltag)

Die Hamburger kamen in der Europa League kaum besser aus den Startlöchern. Auf das peinliche 0:3 bei Rapid folgte aber zumindest ein 4:2 gegen Tel Aviv.

"Wir haben Celtic mehrfach beobachten lassen und sind gut vorbereitet", sagt Labbadia und hofft auf einen Dreier, zumal Celtic angeschlagen ist.

Mit nur zwei Siegen aus den ersten vier Spielen legten die Glasgower ihren schlechtesten Heimstart in der schottischen Premier League seit 1946 hin.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Glasgow: Boruc - Hinkel, Caldwell, McManus, Naylor - McGeady, N'Guemo, Brown, Maloney - Samaras, McDonald

Hamburg: Rost - Demel, Rozehnal, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Ze Roberto - Trochowski, Elia - Berg, Pitroipa (Torun)

Schiedsrichter: Rocchi (Italien)

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel