vergrößernverkleinern
Herthas Patrick Ebert (l.) gewinnt den Zweikampf gegen Heerenveens Assaidi © getty

Berlin verliert auch gegen Heerenveen und bleibt in der Europa League ohne Sieg. Patrick Ebert fliegt vom Platz. Ein Niederländer sieht Rot.

Berlin - Gruselkick vor einer Geisterkulisse:

Hertha BSC Berlin hat seine rasante Talfahrt der vergangenen Wochen auch im Europapokal fortgesetzt.

Das Bundesliga-Schlusslicht verlor am dritten Spieltag der Gruppenphase in der Europa League gegen den SC Heerenveen 0:1 (0:1) und verpasste erneut den erhofften Befreiungsschlag (DATENCENTER: Europa League).

Allein in der Bundesliga hatten die Berliner zuletzt achtmal in Folge verloren. "Es war eine Steigerung gegenüber dem Spiel gegen Nürnberg. Aber wir haben im Moment einfach nicht das Glück und das Können, um die Spiele zu gewinnen", sagte Kapitän Arne Friedrich.

Losada mit dem Tor des Tages

Vor nur 13.134 Zuschauern im Berliner Olympiastadion erzielte Hernan Losada in der 36. Minute das Tor für die Gäste. Nach einem Angriff über die rechte Seite kam der Mittelfeldspieler aus kurzer Distanz völlig unbedrängt zum Schuss.

In der 76. Minute sah Heerenveens Daryl Janmaat kurz nach seiner Einwechslung wegen groben Foulspiels gegen Nemanja Pejcinovic die rote Karte.

Schiedsrichter verweigert Elfmeter in der Nachspielzeit

Herthas Patrick Ebert (90.+4) flog nach einer Unberherrschtheit mit Gelb-Rote vom Platz. "Da habe ich vergessen, dass ich schon Gelb hatte. Das darf mir nicht passieren", erklärte Ebert nach der Partie.

In der Nachspielzeit hatte die Hertha dann noch einmal Pech. Raffael zirkelte einen Freistoß in die Mauer, ein Spieler wehrte den Ball mit Hand ab, der Schiedsrichter versagte der Hertha jedoch den fälligen Strafstoß.

Auch im dritten Spiel ohne Sieg

Die Gastgeber blieben somit auch im dritten Europa-League-Spiel ohne Sieg und sind in der Gruppe D weiter Tabellenletzter. In den ersten beiden Partien enttäuschten die Berliner beim 1:1 gegen die Letten vom FK Ventspils sowie mit dem 0:1 bei Sporting Lissabon.

Bereits am 5. November geht es für die "alte Dame" auf europäischer Bühne mit dem Rückspiel in Heerenveen weiter.

Hertha war zunächst das Bemühen anzumerken, sich für die schlechten Leistungen der vergangenen Wochen zu rehabilitieren. Die Berliner begannen offensiv und hatten durch Adrian Ramos in der Anfangsphase zwei Chancen.

In der 4. Minute drosch der Kolumbianer den Ball übers Tor, zwei Minuten später blieb er in der gegnerischen Abwehr hängen.

Schwache Chancenverwertung der Berliner

Heerenveen agierte aus einer kompakten Abwehr und war bemüht, das Spiel zu kontrollieren. Bis auf einen Freistoß von Gerald Sibon (20.) hatten die Niederländer bis zum Führungstor keine gefährliche Szene.

Nach dem Rückstand hätte Cicero noch vor der Pause den Ausgleich erzielen müssen, doch der Brasilianer scheiterte aus wenigen Metern unbedrängt am Gäste-Keeper Brian Vandenbussche.

Zur zweiten Halbzeit ließ Herthas Coach Friedhelm Funkel den glücklosen Stürmer Artur Wichniarek in der Kabine, dafür stürmte Waleri Domowtschiski. Später kamen noch Gojko Kacar und Raffael, gefährlich blieben aber zunächst die Gäste.

Papadopulos trifft den Pfosten

Oussama Assaidi ließ per Weitschuss (53.) aufhorchen, drei Minuten später traf Michal Papadopulos nach einem Patzer von Steve von Bergen den Pfosten.

Funkel hatte seiner Brandrede nach dem 0:3 beim 1. FC Nürnberg Taten folgen lassen und auf mehreren Positionen umgestellt. Pejcinovic, Fabian Lustenberger, Bigalke und Ramos rückten in die Startelf, dafür fanden sich Christoph Janker, Pal Dardai, Kacar und Raffael zunächst auf der Bank wieder.

Im Tor stand erneut Sascha Burchert, der den angeschlagenen Stammkeeper Jaroslav Drobny (Bandscheibenvorfall) ersetzte.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel