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Marcus Berg (M.) erzielte schon sein drittes Tor in der Europa League © getty

Der dezimierte HSV gewinnt am dritten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase ein hart umkämpftes Spiel in Glasgow.

Glasgow - Marcus Berg hat seine Kritiker vorerst verstummen lassen und den Hamburger SV in der Europa League in Richtung Zwischenrunde geschossen.

Der in den vergangenen Wochen arg gescholtene Schwede erzielte beim 1:0 (0:0)-Sieg der Hanseaten beim schottischen Vizemeister Celtic Glasgow in der 63. Minute den Treffer zum zweiten Sieg im dritten Spiel in der Gruppe C. (DATENCENTER: Europa League)

Dem HSV glückte damit auch eine gelungene Generalprobe für das Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag bei Schalke 04.

Für Berg war es bereits der dritte Treffer im laufenden Wettbewerb.

"Wir haben unglaublich geschlossen agiert und gut gefightet. Der Sieg war absolut verdient", sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia: "Ich freue mich sehr für Marcus Berg. Er stand zuletzt stark unter Druck. Das war die beste Antwort."

HSV ohne Boateng - Celtic ohne Hinkel

45.000 Zuschauer im Celtic Park sahen im ersten Durchgang eine verbissen geführte Partie ohne spielerische Höhepunkte.

Die Platzherren, die in der Startformation auf den wieder genesenen deutschen Nationalspieler Andreas Hinkel verzichteten, fanden über den Kampf jedoch ein wenig besser in die Begegnung und kamen zur ersten großen Möglichkeit.

Der von der Hamburger Hintermannschaft, in der Nationalspieler Jerome Boateng verletzungsbedingt fehlte, sträflich vernachlässigte Scott Brown vergab jedoch kläglich (13.).

Spielerisch nicht viel los

Auch in der Folgezeit blieb Glasgow die aktivere Mannschaft. Erneut Brown (27.) und vor allem Shaun Maloney (43.) konnten den Ball jedoch nicht im Gäste-Tor unterbringen.

Der HSV vertraute zu wenig auf seine technische Überlegenheit und passte sich stattdessen über weite Strecken der britischen Spielkultur an.

Zwingende Chance blieben somit Mangelware. Einzig Berg (14. und 33.) sowie ein Freistoß von Dennis Aogo (38.) sorgten für ein wenig Gefahr.

Jansen feiert Comeback

Ansonsten glückten den Hamburgern ohne ihr langzeitverletztes Sturmduo Paolo Guerrero und Mladen Petric vor der Pause nur wenige Aktionen.

Jonathan Pitroipa, den Trainer Bruno Labbadia an Bergs Seite als zweite Spitze aufgeboten hatte, konnte seine große Schnelligkeit nur selten ausspielen.

Auch das Spiel über die Flügel, wo Nationalspieler Marcell Jansen nach knapp zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback gab, lahmte.

Elia trifft die Latte

Nach dem Seitenwechsel kam Celtic erneut schwungvoller aus der Kabine, scheiterte jedoch ein ums andere Mal an der eigenen Schwäche im Abschluss.

So überstand der HSV die Druckphase der Schotten schadlos und antwortete mit seiner bis dahin besten Aktion prompt.

Nach schöner Vorarbeit von Pitroipa traf Eljero Elia vor den Augen der rund 3000 mitgereisten Hamburger Fans aus zwölfMetern jedoch nur die Latte des Celtic-Tores (51.).

Ze Roberto glänzt als Vorbereiter

In der Folgezeit suchte Celtic weiter seine Chance, wurde dann jedoch für eine Unaufmerksamkeit bestraft.

Ze Roberto und Berg kombinierten sich stark durchs Mittelfeld und der Angreifer traf mit einem wuchtigen Schuss zur HSV-Führung und zum Sieg.

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