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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Arthur Wichniarek: Letztes Jahr noch 13 Tore für Bielefeld, bei der Hertha bislang glücklos © getty

Der Berliner Stürmer geht Ex-Trainer Lucien Favre scharf an und kritisiert die Vorbereitung der Herthaner im Sommer.

Berlin - Artur Wichniarek von Hertha BSC Berlin hat vorm Europa-League-Spiel beim SC Heerenveen (Do., ab 18.30 Uhr LIVE) den ehemaligen Trainer Lucien Favre scharf angegriffen.

Im Interview mit der Berliner Boulevardzeitung "B.Z." sieht der Stürmer in der Trainingsarbeit des entlassenen Schweizer Coaches einen Hauptgrund für die momentane Krise des Hauptstadtklubs.

"Die Mannschaft ist nicht fit. Alle spielen unter Form, allen fehlt die Spritzigkeit. In der Vorbereitung muss ein großer Fehler passiert sein", sagte Wichniarek (EUROLEAGUE-DATENCENTER: Ergebnisse Tabellen).

Schlechte Vorbereitung

"Wir haben uns zwar sieben Wochen intensiv vorbereitet. Aber einfach gesagt: Das Training lief immer im gleichen Tempo ab. Ich kann jetzt stundenlang laufen, aber ich kann nicht beschleunigen."

Gleichzeitig stellte der 32-Jährige, in dieser Saison noch ohne Pflichtspieltreffer, dem neuen Trainer Friedhelm Funkel ein gutes Zeugnis aus:

"Er hat das Training total umgestellt. Jetzt gibt es richtiges Fußballer-Training. Das sagt doch alles und hat mich sehr erleichtert. Er führt uns da raus - unser Kader hat mehr Qualität als viele andere", sagte Wichniarek.

Personalnot in Heerenveen

Vor dem nächsten Auftritt in Europa plagen Wichniareks Herthaner erhebliche Personalsorgen.

Neben dem langzeitverletzten Florian Klinge (Mittelfußbruch) muss Trainer Friedhelm Funkel beim niederländischen Pokalsieger auch auf Gojko Kacar (Hexenschuss), Pal Dardai (Knöchelprellung) und Verteidiger Rasmus Bengtsson (Fußprellung) verzichten.

Zudem ist Mittelfeldspieler Patrick Ebert nach seiner Gelb-Roten Karte vor zwei Wochen im Heimspiel gegen Heerenveen (0:1) gesperrt.

Auch gegen Köln ohne Kacar?

Während der Ungar Dardai am kommenden Sonntag im Kellerduell gegen den 1. FC Köln (So., ab 17 Uhr LIVE) wohl wieder dabei sein kann, steht hinter dem Einsatz von Kacar gegen die Rheinländer ein großes Fragezeichen.

Bengtsson muss zwei bis drei Wochen pausieren.

Burchert gesperrt

Gegen Köln wird auch Ersatztorwart Sascha Burchert fehlen.

Der 20-Jährige hatte im Regionalliga-Spiel von Herthas U23-Auswahl am vergangenen Samstag gegen die zweite Mannschaft des Hamburger SV die Rote Karte gesehen.

Das DFB-Sportgericht hat ihn nun bis zum 5. Dezember gesperrt. Die Sperre gilt für die Bundes- und Regionalliga, aber nicht für die Europa League.

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