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Hugo Almeida kam in der Saison 06/07 zunächst auf Leihbasis zu Werder © getty

Im Sport1.de-Interview spricht Werders Hugo Almeida über das für ihn besondere Duell mit Funchal und lobt Trainer Thomas Schaaf.

Von Martin van de Flierdt

München - Werder hofft auf die Fortsetzung der Superserie.

Seit 21 Spielen sind die Grün-Weißen ungeschlagen. Auch im vorletzten Gruppenspiel in der Europa League (ab 18.45 Uhr LIVE) gegen CD Nacional Funchal wollen die Bremer den Sieg.

Immerhin haben die Hanseaten den Sprung in die Zwischenrunde schon sicher.

Philipp Bargfrede (Knieprobleme) und Claudio Pizarro (Haarriss in der Fußsohle) fehlen sicher.

Der Einsatz von Keeper Tim Wiese ist mehr als fraglich. Er leidet an einer Grippe, steht aber trotzdem im vorläufigen Aufgebot.

Wieses möglicher Ausfall birgt eine gewisse Problematik.

Der Ersatztorhüter Christian Vander ist verletzt. Das ruft die etatmäßige Nummer drei, den 20 Jahre alten Sebastian Mielitz auf den Plan. Sein Debüt naht.

Im Angriff will indes Hugo Almeida gegen seine Landsleute und "Freunde" für Furore sorgen.

Der Portugiese ist nach einer langwierigen Verletzung momentan wieder in bestechender Form.

Im Sport1.de-Interview spricht der 25-Jährige über das für ihn besondere Duell mit Funchal und lobt Trainer Thomas Schaaf.

Sport1.de: Herr Almeida, das Spiel gegen Nacional Funchal um den Gruppensieg steht an. Ist es für Sie noch immer eine besondere Partie, wenn es gegen portugiesische Landsleute geht?

Almeida: Es ist einfach angenehm, wenn man auf dem Platz Freunden begegnet, was gegen Funchal der Fall sein wird. Aber diese Freundschaften haben keinen Einfluss auf meinen Siegeswillen, sie schaffen lediglich eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Trotzdem freue ich mich auf das Spiel, nachdem ich im Hinspiel nicht dabei gewesen bin.

Sport1.de: Welche Bedeutung hätte der Gruppensieg für Werder?

Almeida: Es ist wichtig für uns, den ersten Platz klarzumachen. Völlig unabhängig davon, dass es sich "nur" um die Gruppenphase handelt. Mit jedem Sieg wächst unser Selbstvertrauen weiter.

Sport1.de: Sie haben wie in der Vorwoche getroffen. Was sind die Gründe für ihre aktuell gute Verfassung?

Almeida: Ich bin ja fast zwei Monate völlig außen vor gewesen. In der Zeit habe ich mich einfach bescheiden gefühlt. Ich bin nun voller Inspiration und will alles aufholen, was ich während meiner Verletzungspause verpasst habe.

Sport1.de: Warum genau hat sich Ihre Pause so lange hingezogen?

Almeida: Nach der ersten Blinddarm-Operation waren einige Stiche der Naht nicht so wie sie sein sollten. Sie haben geschmerzt, wenn ich versucht habe, mich zu bewegen. Also musste ich mich erneut operieren lassen, um die Naht neu machen zu lassen. Deshalb musste ich doppelt so lange pausieren wie eigentlich gedacht. Aber jetzt bin ich wieder bei 100 Prozent.

Sport1.de: Bis zu seiner Verletzung hat Claudio Pizarro zumeist mit Marko Marin den ersten Sturm gebildet. Befürchten Sie, dass für Sie nur ein Platz auf der Bank bleibt, wenn Pizarro zurück ist?

Almeida: Jeder will auf dem Platz seinen Teil zum Erfolg beitragen. Aber wer von uns spielt, hängt von der Taktik des Trainers ab. Es gehört zum Mannschaftssport, seine Entscheidungen zu akzeptieren und im Fall der Fälle die Kollegen zu unterstützen. Aber ich werde mein Bestes geben, meinen Platz in der Startelf zu verteidigen.

Sport1.de: Werder ist dieses Jahr deutlich schwieriger zu schlagen als in der vergangenen Saison. Was macht Thomas Schaaf anders?

Almeida: Nichts. Er ist ein fähiger und erfahrener Coach, der uns immer so einstellt, dass wir erfolgreich sind. Letzte Saison hat er uns zum Pokalsieg geführt, die Mannschaft hat das Erfolgserlebnis genossen. Ich glaube, das ist es, was uns in diesem Jahr stark macht: Wir sind wieder hungrig auf Siege.

Sport1.de: Bremen spielt anders seit Diego den Verein verlassen hat. Wie erklären Sie sich, dass ein ansonsten fast unveränderter Kader so aufblüht?

Almeida: Ein Spieler mit den Fähigkeiten von Diego würde uns auch heute noch gut zu Gesicht stehen. Das heißt aber eben nicht, dass wir als Mannschaft nicht ohne ihn funktionieren. Ich bin mit Diego befreundet und finde es sehr schade, dass er nicht mehr da ist. Aber die Klubführung hat eine gute Lösung gefunden, um den Verlust aufzufangen.

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