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Herthas Raffael (l.) und Cicero bejubeln das Tor des Tages gegen Ventspils © imago

Hertha BSC gewinnt in Ventspils. Raffael schlägt nach zwölf Minuten zu. Nun brauchen die Berliner nur noch einen Punkt.

Riga - Die krisengebeutelte Hertha aus Berlin hat in der Europa League das Tor zur K.o.-Runde aufgestoßen und dringend benötigtes Selbstvertrauen getankt.

Die in der Liga seit 13 Spielen sieglosen Berliner gewannen beim lettischen Vize-Meister FK Ventspils dank des Treffers von Raffael (12.) mit 1:0 (1:0).

Der Brasilianer ist im "Endspiel" um den Einzug in die Runde der besten 32 Teams am 16. Dezember gegen Sporting Lissabon nach einer unnötigen Gelb-Roten Karte wegen Meckerns (86.) allerdings gesperrt.

"Haben Glück gehabt"

"Man muss ehrlich sagen, dass der Gegner nicht so gut war und uns eine durchschnittliche Leistung gereicht hat. Meine Mannschaft hat gekämpft und endlich auch einmal in der Schlussphase Glück gehabt", sagte Hertha-Trainer Friedhelm Funkel:

Den Platzverweis von Matchwinner Raffael hielt Funkel für "überzogen" hielt: "Er wird uns mit seiner Spielfreude sehr fehlen."

Unentschieden reicht zum Weiterkommen

Nach dem zweiten Erfolg in der Europa League in Folge haben die Berliner das Weiterkommen aber wieder selbst in der Hand.(DATENCENTER: Europa League)

Schon mit einem Unentschieden gegen Sporting würde Hertha sicher das Ticket für die nächste Runde lösen.

Die Zusatzeinnahmen von etwa 1,5 Millionen Euro könnte der klamme Klub für die angekündigten Wintertransfers gut gebrauchen.

Wenig Zuschauer - schlechter Rasen

Vor nur etwa 2500 Zuschauern boten beide Teams trotz des wegen tagelanger Regenfälle tiefen Bodens ein munteres Spiel, das die Gäste schnell in den Griff bekamen.

Das Bundesligaschlusslicht zeigte sich im Spielaufbau stark verbessert und erzielte mit einem glänzend vorgetragenen Konter die 1:0-Führung:

Nach einem Pass aus dem Mittelfeld ließ Raffael, der den verletzten Nationalspieler Arne Friedrich (Leistenbeschwerden) als Kapitän vertrat, Ventspils' Keeper Aleksandrs Kolinko aus zehn Metern keine Chance.

Cicero trifft die Latte

Der Führungstreffer gab den zuletzt stark verunsicherten Berlinern sichtlich Rückenwind. In der 23. Minute hatte Mittelfeldspieler Cicero nach einem Freistoß seines Landsmannes

Raffael das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss im Fallen prallte aber gegen die Latte.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber den Druck und brachten die Berliner, die fast nur noch auf Konter setzten, in Bedrängnis.

Drobny rettet in höchster Not

In der 66. Minute musste aber Jaroslav Drobny in höchster Not gegen den eingewechselten Eduards Visnakovs retten, nur eine Minute später köpfte der eingewechselte Stürmer gegen die Latte.

Hertha-Trainer Friedhelm Funkel hatte sein Team mit zwei Stürmern und Raffael hinter den Spitzen offensiver als gewohnt aufgestellt. Zudem durfte Youngster Shervin Radjabali-Fardi als Linksverteidiger von Beginn an auflaufen.

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