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Cicero (M.) und Adrian Ramos (r.) gewannen mit Hertha drei EL-Spiele in Serie © getty

Nach dem Weiterkommen in der Europa League verpflichtet Hertha BSC Leverkusens Stürmer Theofanis Gekas. Ein Schalker soll folgen.

Berlin - Mit dem schwer verdienten "Weihnachtsgeld" ging Hertha BSC Berlin sofort auf Shoppingtour.

Am Tag nach dem hart erkämpften Sprung in die Zwischenrunde der Europa League erfüllte sich das abgeschlagene Tabellenschlusslicht der Bundesliga den ersten Wunsch und präsentierte den ehemaligen Torschützenkönig Theofanis Gekas als Heilsbringer.

Der griechische Nationalstürmer wird für die Rückrunde vom Tabellenführer Bayer Leverkusen ausgeliehen - auch dank der Zusatzeinnahme von rund einer Million Euro, die das 1:0 (0:0) gegen Sporting Lissabon brachte. (DATENCENTER: Europa League)

Der 29-Jährige soll nun an der Spree für die dringend benötigten Tore im Kampf um den Klassenerhalt sorgen.

"Wir können verkünden, dass wir mit Gekas und Leverkusen Einigkeit erzielt haben. Er wird zum Trainingsauftakt am 3. Januar bei uns aufschlagen und die erhoffte Verstärkung für uns sein", sagte Hertha-Manager Michael Preetz am Donnerstag.

"Er ist ein echter Toremacher. Ich freue mich sehr, denn es war nicht einfach, Gekas nach Berlin zu holen", sagte Trainer Friedhelm Funkel. Gekas soll nicht der einzige Winter-Neuzugang der Berliner bleiben.

Kobiashvili oben auf der Liste

Ganz oben auf dem Wunschzettel steht nun der georgische Linksverteidiger Levan Kobiashvili von Schalke 04. Zudem sucht die Hertha, die insgesamt rund 3,5 Millionen Euro investieren möchte, noch einen Innenverteidiger.

Die zusätzlichen Einnahmen könnten sich sogar noch ein wenig erhöhen, sollte bei der Auslosung der Runde der besten 32 am Freitag in Nyon (ab 11.45 Uhr LIVE) ein Topklub als Gegner gezogen werden.

Im Lostopf befinden sich immerhin namhafte Teams wie Juventus Turin und der AS Rom.

"Ein Kracher wie Turin wäre schon nicht schlecht. Auf der anderen Seite wären bei einer schwächer eingeschätzten Mannschaft die Chancen auf das Weiterkommen höher", sagte Mittelfeldspieler Fabian Lustenberger.

Glaube an den neuen Schwung

Er hatte gegen Lissabon zu den besten Spielern einer insgesamt aber wenig überzeugenden Berliner Mannschaft gehört. Dennoch glaubt das Team, dass der Sieg, den Torschütze Gojko Kacar (70.) sicherte, neuen Schwung für den Abstiegskampf in der Bundesliga bringt.

"Das ist gut für die Moral für das Spiel am Samstag bei Bayern München und die gesamte Rückrunde", sagte Innenverteidiger Steve von Bergen.

Funkel hofft indes, dass seine Mannschaft die Leistungen aus der Europa League endlich auch in der Bundesliga zeigt. Schließlich holte sie international in sechs Spielen zehn Punkte - zuletzt drei Siege in Folge.

Herkulesaufgabe München

In der Bundesliga hat sie aber nach 16 Spielen nur sechs Zähler auf dem Konto. Und nun folgt ausgerechnet das schwere Spiel beim Rekordmeister München.

"Bei allem Respekt vor Lissabon, aber die Bayern werden ein ganz anderes Kaliber darstellen. Wir müssen uns nochmal erheblich steigern, um auch dort eine Chance zu haben", sagte Funkel.

Er kann in München wieder auf den gegen Sporting gesperrten Brasilianer Raffael sowie den zuletzt verletzten Kapitän Arne Friedrich zurückgreifen. In der Mehrbelastung durch das Überwintern im Europapokal sieht der Trainer kein Problem.

"Das ist überhaupt kein Nachteil für die Bundesliga - im Gegenteil: So bleiben wir im Spielrhythmus", sagte Funkel.

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