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Marcus Berg (r.) konnte sich in Tel Aviv nur selten in Szene setzen © getty

Hamburg schont bei Hapoel Tel Aviv einige Stammkräfte für das Nordderby und verliert das Duell um Rang eins in der Gruppe.

Tel Aviv - Der Hamburger SV hat den Sieg in der Gruppe C der Europa League leichtfertig vergeben und die Generalprobe für das Nordderby am kommenden Sonntag gegen Werder Bremen verpatzt.

Die Hanseaten verloren bei Hapoel Tel Aviv trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 0:1 (0:1) und mussten den zwölfmaligen israelischen Meister im Klassement noch vorbeiziehen lassen. (DATENCENTER: Gruppe C)

Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Bloomfield Stadion erzielte der Ghanaer Samuel Yeboah den Siegtreffer für die Gastgeber.

Juventus oder Marseille drohen

Bei der Zwischenrunden-Auslosung am Freitag droht dem HSV nun ein Duell mit möglichen Gegnern wie Juventus Turin oder Olympique Marseille.

Immerhin kommt durch die Pleite der FC Liverpool nicht mehr als potenzieller Kontrahent in Frage.

Zahlreiche Chancen nicht genutzt

"Es ist schade, dass wir den Gruppensieg verpasst haben. Wir sind in der ersten Halbzeit nicht gut ins Spiel gekommen und waren zu weit von den Gegenspielern weg", sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia.

"In der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht. Leider haben wir es aber verpasst, eine unserer zahlreichen Chancen zu nutzen."

Labbadia baut um

HSV-Trainer Bruno Labbadia hatte seine Anfangsformation gegenüber dem 4:0-Sieg am vergangenen Wochenende beim 1. FC Nürnberg nominell auf sechs Positionen umgestellt und einigen Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance in der Anfangself gegeben.

So blieben unter anderem Torwart Frank Rost, Mannschaftskapitän David Jarolim, Nationalspieler Jerome Boateng sowie Offensivstar Eljero Elia zunächst auf der Bank und wurden für die Partie gegen Bremen geschont.

Hesl glänzt zwischen den Pfosten

Von den Nachrückern empfahl sich in der ersten Halbzeit jedoch niemand nachdrücklich für einen Stammplatz. Einzig Wolfgang Hesl im Tor machte nach sieben Minuten auf sich aufmerksam, als er einen Schuss von Yeboah gut abwehrte.

Die im bisherigen Saisonverlauf selten berücksichtigten Robert Tesche und Mickael Tavares blieben hingegen zunächst hinter den Ansprüchen zurück.

Kaum Ideen vor der Pause

Auch Marcus Berg, der an der Seite von Mladen Petric stürmte, brachte kaum etwas zu Stande.

Immerhin gelang dem Schweden vor rund 400 mitgereisten HSV-Fans aber die einzig gefährliche Angriffssituation der Hamburger in den ersten 45 Minuten.

Hapoel-Schlussmann Vincent Enyeama parierte den Schuss des Skandinaviers jedoch glänzend. Ansonsten mangelte es dem Spiel des Bundesligafünften vor der Pause meist an Kreativität und Esprit.

Stellungsfehler von Jansen

Hapoel, das auf den verletzten Ex-Kölner Nemanja Vucicevic verzichten musste, kombinierte hingegen wiederholt gefällig durchs Mittelfeld und zeigte sich äußerst engagiert.

Der Führungstreffer fiel daher auch nicht unverdient. Nach gutem Zuspiel von Gil Vermouth und einem Stellungsfehler von Marcell Jansen schob Yeboah zum 1:0 für die Platzherren ein.

Elia bringt mehr Schwung

In der Pause reagierte Labbadia auf die bis dahin enttäuschende Vorstellung seiner Mannschaft und brachte zum Wiederanpfiff in Elia und Tunay Torun zwei neue Offensivkräfte.

Da sich besonders Elia schnell als belebendes Element erwies, kamen die Hamburger mit mehr Schwung aus der Kabine. Doch Tesche (57.), Torun (58.) und Elia selbst (59.) konnten Chancen im Minutentakt nicht nutzen.

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