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Bruno Labbadia trainiert seit Sommer den Hamburger SV © imago

Der HSV-Coach hakt die Pleite in der Europa League rasch ab. Im Nordderby will er wieder auf bewährte Kräfte setzen.

Tel Aviv/Hamburg - Von vorweihnachtlicher Besinnung ist beim Hamburger SV noch nichts zu spüren. Stattdessen geht es weiter Schlag auf Schlag.

Direkt auf die Pleite in der Euoropa League folgt am Sonntag das Nordderby gegen Werder (ab 15 Uhr LIVE).

Angesichts der zumindest in der ersten Halbzeit schwachen Leistung und der 0:1 (0:1)-Schlappe in der Europa League bei Hapoel Tel Aviv dürfte HSV-Trainer Bruno Labbadia jedoch froh sein, den Blick schnell wieder nach vorn lenken zu können.

"Das war eine sehr ärgerliche Niederlage. Es ist sehr schade, dass wir den Gruppensieg verpasst haben", meinte der Coach.

Dem HSV hätte bei Hapoel schon ein Remis für den ersten Platz in der Europa-League-Gruppe C genügt. So musste man Tel Aviv den Vortritt lassen. (DATENCENTER: Gruppe C)

Eindhoven als Prüfstein

Der zwölfmalige israelische Meister bekam bei der Auslosung der Runde der letzten 32 am Freitag den russischen Meister Rubin Kasan zugeteilt.

Der HSV muss sich mit Eindhoven und dem ehemaligen Schalker Trainer Fred Rutten messen.

Welche Aufgabe leichter ist, ist schwer zu beurteilen.

Labbadia: "Ein attraktives Los"

"Das ist ein sehr attraktives Los. Eindhoven ist eine absolute europäische Top-Mannschaft. Es werden sicherlich zwei heiße und spannende Spiele. Aber für uns zählt jetzt erst einmal nur die Partie gegen Bremen", sagte Labbadia.

Nationalspieler Marcell Jansen ergänzte vor dem Duell mit dem Erzrivalen: "Gegen Bremen haben wir noch etwas gut zu machen. Es geht aber vor allem darum, dass wir uns eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde verschaffen."

Die nächste Rotation

Nach dem enttäuschenden Auftritt in Tel Aviv, bei dem Samuel Yeboah mit seinem Treffer die HSV-Schlappe besiegelte (23.), muss gegen Werder nun eine Leistungssteigerung und eine erneute Rotation hin zum Stammpersonal her.

Dass der zweite Anzug der Hamburger nicht recht sitzt, wurde bei Hapoel vor dem Seitenwechsel mehr als deutlich.

Rost, Jarolim, Boateng nur Ersatz

Labbadia hatte seine Mannschaft im Hinblick auf das Nordderby regelrecht auf den zweiten Gruppenplatz "geschont".

Unter anderem blieben Torhüter Frank Rost, Kapitän David Jarolim, Nationalspieler Jerome Boateng und U21-Europameister Dennis Aogo über 90 Minuten auf der Bank.

Eljero Elia kam zumindest nach dem Seitenwechsel zum Einsatz und konnte das Spiel beleben, der Weg zum Hapoel-Tor blieb jedoch versperrt.

Hinterbänkler wie Robert Tesche und Mickael Tavares konnten ihre Bewährungschance nicht nutzen, auch Millioneneinkauf Marcus Berg blieb einmal mehr blass.

Hoffnung auf das große Finale

"Das 0:1 bei Hapoel fühlt sich an wie eine große Niederlage", meinte Abwehrchef Joris Mathijsen. Guy Demel wollte sich derweil nicht mehr mit der Pleite aufhalten.

"Am 12. Mai findet das Europa-League-Finale in Hamburg statt. Die Chance auf so ein Heimspiel dürfen wir uns nicht entgehen lassen."

Auch Eindhoven und die als mögliche Achtelfinalgegner ausgelosten Athletic Bilbao oder RSC Anderlecht sollen da nicht im Weg stehen.

"Fans haben Derby-Sieg verdient"

Zuvor geht es aber am Sonntag um einen positiven Abschluss des Jahres.

"Unsere Fans haben einen Sieg im Derby verdient", meint Jansen.

In der vergangenen Saison hatte Werder den HSV-Anhängern fast die gesamte Spielzeit verdorben.

Nach vier direkten Duellen binnen 19 Tagen stand für die Hamburger das Aus in DFB-Pokal und UEFA-Cup sowie das Ende aller Meisterschaftsträume.

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