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Salzburg-Coach Huub Stevens verteidigte früher für den PSV Eindhoven © imago

Der "Bullen"-Coach bekennt im Spiel gegen Lüttich Farbe und geht auf den Referee los. Auch für Daum gibt es keine Punkte.

Frankfurt/Main - Huub Stevens wurde zum "wilden Stier":

Erst sah der Trainer von RB Salzburg "rot", dann musste der frühere Bundesliga-Coach von der Tribüne aus zusehen, wie seine Mannschaft das Achtelfinalhinspiel in der Europa Ligue bei Standard Lüttich nach 2:0-Führung noch 2:3 verlor.

Nach dem verkorksten Europapokal-Abend ging der Niederländer sowohl mit seinen Spielern als auch mit dem Schiedsrichter ins Gericht.

"Ich bin ein roter Bulle und kein grüner", sagte Stevens in Anspielung auf Salzburgs Hauptsponsor (Red Bull) und übte scharfe Kritik an Referee Pavel Cristian Balaj aus Rumänien:

"Kein Kinderkram für Schiedsrichter"

"Ein Schiedsrichter sollte sich nicht um diesen Kinderkram kümmern. Wenn er sagt, dass alle Leute auf der Bank Grün anziehen müssen, dann frage ich mich, was das soll. Deshalb bin ich selbst auf die Tribüne gegangen, um einen besseren Überblick zu haben."

Was der Europacupsieger von 1997 mit den "Eurofightern" von Schalke 04 von dort sah, machte ihn allerdings umso rasender. (DATENCENTER: Europa League)

Nach der Salzburger Führung durch Marc Janko (4. und 45.) verlor der österreichische Meister nach Toren von Axel Witsel (66. und 82.) und Igor de Camargo (80.) noch 2:3.

Stevens enttäuscht

"Wir sind in Hektik verfallen, das darf nicht passieren. Wenn man 2:0 führt, muss man viel ruhiger spielen. Die Enttäuschung ist da", erklärte Stevens unverblümt, gab sich aber auch kämpferisch: "Wir haben noch alle Chancen."

Zuversichtlich ist auch Kölns Ex-Coach Christoph Daum nach dem 1:2 (1:1) von Fenerbahce Istanbul beim OSC Lille. "Natürlich hätten wir gerne ein besseres Ergebnis erzielt, aber ich bin zuversichtlich, dass wir zu Hause das noch umbiegen", sagte Daum.

Die beiden in der Champions League gestrauchelten Top-Favoriten Juventus Turin und FC Liverpool sind nach ihren knappen Siegen fest davon überzeugt, beim "Trost-Wettbewerb" ins Viertelfinale einzuziehen.

"Auswärts wird es leichter"

"Auswärts wird es für uns leichter", meinte Liverpools Kapitän Steven Gerard nach dem 1:0 (0:0) gegen Unirea Urziceni durch das späte Tor von David Ngog (81.).

Die Turiner, die in der Vorrunde der "Königsklasse" an Bayern München gescheitert waren, setzten sich dank eines Doppelpacks des Brasilianers Amauri mit 2:1 (1:1) bei Ajax Amsterdam durch.

"Wir haben nach dem Rückstand eine gute Reaktion gezeigt. Zu Hause werden wir den Viertelfinal-Einzug perfekt machen", sagte der frühere Bremer Diego.

Ausschreitungen in Bilbao

Schwere Ausschreitungen überschatteten das 1:1 zwischen Athletic Bilbao und dem RSC Anderlecht. Vier Belgier und ein Spanier wurden festgenommen.

Nach dem Schlusspfiff gingen Hooligans beider Lager auf den Tribünen und dann auf dem Spielfeld aufeinander los. Die Ordnungskräfte waren völlig überfordert.

Schon vor dem Anpfiff war es in der Stadt zu Krawallen gekommem war, bei denen drei Polizisten verletzt worden waren.

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