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Die Berliner kämpfen in der Bundesliga gegen den Abstieg © getty

Die Berliner wollen die Euro-Pleite gegen Lissabon schnell abhaken und sich voll auf das Spiel gegen Hoffenheim konzentrieren.

Lissabon - Der Euro-Frust war nur von kurzer Dauer, schnell galt der Blick wieder der Aufholjagd in der Bundesliga.

Nach dem 0:4 (0:1)-Debakel bei Benfica Lissabon und dem Aus in der Europa League ließ Hertha BSC Berlin kein großes Wehklagen aufkommen.

(DATENCENTER: Europa League)

"Das gibt keinen Knacks. Am Samstag werden wir eine andere Mannschaft sehen", versprach Trainer Friedhelm Funkel.

Dann geht es im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim (ab 15.15 Uhr LIVE) in der Liga wieder ums nackte Überleben.

Schalter wieder umlegen

Das kleine Pflänzchen Hoffnung, das durch den 3:0-Sieg in Freiburg gesät worden war, sollte durch die Euro-Pleite nicht zertreten werden.

Bei einem Sieg gegen Hoffenheim und Ausrutschern der Konkurrenz kann Hertha sogar das Tabellenende verlassen - erstmals seit fünf Monaten.

"Benfica war in allen Belangen überlegen. Aber wir lassen uns nicht von unserer Richtung abdrängen", sagte Kapitän Arne Friedrich.

"Schnell vergessen"

Mittelfeldspieler Florian Kringe vermied nach dem verpassten Einzug ins Achtelfinale ebenfalls ausführliche Analysen und rief lieber den Aufwärtstrend in der Liga in Erinnerung:

"Wir sollten schnell vergessen, was wir hier abgeliefert haben. Die Tendenz in der Bundesliga geht bei uns nach oben, bei anderen Klubs nach unten."

In der Tat sollte der Hauptstadt-Klub die Partie vor 30.000 Zuschauern im Stadion Da Luz schnell abhaken. Von Beginn an offenbarte sich ein Klassenunterschied. Hertha wurde zeitweise vorgeführt.

Saviola und Co. auf Champions-League-Niveau

Vor allem die Offensivabteilung von Benfica mit Angel di Maria, Javier Saviola und Oscar Cardozo präsentierte sich auf Champions-League-Niveau.

Am Ende konnte die "Alte Dame" froh sein, dass die Schlappe nach Toren von Aimar (25.), Cardozo (49./62.) und Javi Garcia (59.) nicht noch höher ausgefallen war.

"Das vermeidbare 0:2 hat uns das Genick gebrochen", meinte Herthas Manager Michael Preetz.

Nach einer Flanke von di Maria segelte Herthas sonst so zuverlässiger Keeper Jaroslav Drobny am Ball vorbei, so dass der Stürmer aus Paraguay mit seinem Kopfballtor keine Mühe hatte.

Funkel schont Gekas

"Danach waren wir zu müde, um die Wende zu schaffen", sagte Funkel, dessen Team innerhalb von fünf Tagen das dritte Spiel zu bestreiten hatte.

Funkel war die schwere körperliche Belastung seiner Spieler im Vorfeld bewusst. Er schonte Mittelfeldspieler Fabian Lustenberger und zunächst auch Theofanis Gekas.

Auch Kringe sollte eine Auszeit erhalten. Doch nach dem kurzfristigen Ausfall von Levan Kobiashvili wegen Grippe musste der Ex-Dortmunder auf der linken Seite in der Viererkette aushelfen, konnte der Abwehr aber auch nicht mehr Sicherheit geben.

Risiko gegen Hoffenheim

Trotz der Strapazen strahlte Funkel für das wichtige Spiel am Samstag Zuversicht aus.

"Wir haben zwei Tage Regeneration. Das reicht. Außerdem kommen einige Spieler zurück", meinte der Coach.

Innenverteidiger Roman Hubnik, im Europapokal für Hertha gesperrt, rückt wieder in die Abwehr.

Zudem wird Funkel wohl wieder höheres Risiko gehen und im Sturm neben Adrian Ramos von Beginn an einen zweiten Stürmer aufbieten.

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