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HSV-Stürmer Marcus Berg (r.) ging im Hinspiel leer aus © imago

In den Rückspielen in der Europa League stehen der Hamburg SV, Werder Bremen und der VfL Wolfsburg vor schweren Aufgaben.

München - Drei Klubs, ein Ziel: Hamburg. Die drei norddeutschen Vertreter in der Europa League haben sich den 12. Mai schon fett im Kalender angestrichen.

Dann findet in Hamburg das Finale der Europa League statt, und Gastgeber Hamburger SV, Werder Bremen sowie der VfL Wolfsburg wollen unbedingt dieses Spiel quasi vor der Haustür erreichen. (DATENCENTER: Europa League)

Der nächste Schritt muss dabei am Donnerstag das Erreichen des Achtelfinals sein.

Hamburg macht Anfang

Um 19 Uhr (LIVE) macht der HSV dabei beim PSV Eindhoven den Anfang. Die Elf von Trainer Bruno Labbadia muss einen knappen 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel beim in der Liga noch ungeschlagenen Tabellenführer der Ehrendivision verteidigen.

Wolfsburg empfängt um 21.05 Uhr (LIVE) nach dem 2:2 im Hinspiel die Spanier vom FC Villarreal mit einer guten Ausgangsposition, während gleichzeitig (21.05 Uhr LIVE) die Bremer Pokalspezialisten zu Hause ein 0:1 aus der ersten Partie gegen Twente Enschede aufholen müssen.

HSV ohne van Nistelrooy

Die Hamburger müssen im Hexenkessel des mit 35.000 Zuschauern ausverkauften Philips-Stadions ohne ihren niederländischen Superstar Ruud van Nistelrooy bestehen.

Eine Verhärtung im rechten Oberschenkel verhindert erneut das Startelf-Debüt des Torjägers. (Schonung für Ruud)

"Ich wäre gerne dabei gewesen, aber wir wollen kein Risiko eingehen. Ich drücke den Jungs am Fernseher die Daumen", sagt der Stürmer.

Damit wird die Aufgabe für den HSV nicht leichter, zumal auch der gesperrte Kapitän David Jarolim und Marcell Jansen wegen einer Magen-Darm-Grippe ausfallen.

"Wird ein enges Spiel"

Außerdem ist der Einsatz von Dennis Aogo (Rückenprobleme) fraglich. Doch Ausfälle hin oder her - das Ziel für den HSV ist klar.

Ein Auswärtstor wäre die halbe Miete für den Einzug in das Achtelfinale. "Es wird ein enges Spiel werden, in dem Kleinigkeiten entscheiden. Aber Eindhoven wird Angst davor haben, dass wir ein Tor schießen", meint Labbadia.

Wolfsburg zuversichtlich

Optimismus herrscht auch in Wolfsburg. Mit dem Rückenwind des 2:1-Sieges gegen Schalke 04 vom vergangenen Sonntag, der eine dreieinhalbmonatige Durststrecke beendete, soll der Sprung ins Achtelfinale gelingen.

"So ein Erfolgserlebnis haben wir gebraucht, das bringt uns hoffentlich den nötigen Schub, um auch in Europa den nächsten Schritt zu machen", meint Abwehrspieler Sascha Riether.

Trainer Lorenz-Günther Köstner sieht sein Team ebenfalls auf dem richtigen Weg, mahnt aber trotz des jüngsten Aufschwungs zur Vorsicht:

"Die Mannschaft hat sich in den beiden letzten Partien stark zurückgekämpft, daraus kann man Kraft schöpfen. Aber wir sind noch nicht über den Berg, die Nagelprobe wird das Rückspiel gegen Villarreal", erklärt der Coach.

Schwere Aufgabe für Bremen

Die schwierigste Ausgangsposition hat Werder Bremen. Trainer Thomas Schaaf ist aber nach dem 2:2 im Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Sonntag guter Dinge: "Wir sind zwar noch nicht ganz da wo wir hinwollen, aber wir sind auf einem guten Weg."

Nicht helfen kann gegen Twente allerdings Nationalspieler Clemens Fritz. Der Außenverteidiger leidet weiter unter Rückenproblemen und wird trotz hoffnungsvoller Prognosen der letzten Tagen ausfallen.

Doch in den Pokalwettbewerben ist Werder ja ohnehin immer besonders heiß. In der letzten Saison enttäuschten sie in der Bundesliga, erreichten aber das UEFA-Cup-Finale und gewannen den DFB-Pokal.

Schaaf sieht besondere "Pokal-Qualität"

Im DFB-Pokal stehen sie auch dieses Jahr bereits wieder in der Vorschlussrunde. "Meine Mannschaft ist in der Lage, in K.o.-Spielen eine sehr gute Leistung abzurufen", sagte Schaaf, "das ist eine besondere Qualität."

Der Coach sieht auch, das Marko Marin und Mesut Özil sich wieder steigern. Marin überzeugte gegen Leverkusen restlos und auch Özil scheint seine Krise der vergangenen Wochen langsam zu überwinden.

Schaaf und Vorstandschef Klaus Allofs hatten den Spielmacher nach dem Hinspiel in Enschede zu einem Gespräch gebeten, das scheint Wirkung gehabt zu haben.

"Das war kein Rapport, wir reden über unseren Beruf", sagte Allofs. Özil hat das aber offenbar gut getan: "Ich bin dankbar dafür, das Gespräch hat sehr geholfen."

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