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Mladen Petric (l.) erzielte ein Tor für den Hamburger SV © getty

Der Hamburger SV hat trotz einer 2:3-Niederlage im Rückspiel bei der PSV Eindhoven das Achtelfinale der Europa League erreicht.

Eindhoven - Nach einer dramatischen Partie fielen sich die Hamburger Akteure in die Arme.

In einer durch Kampf und Kektik bestimmten Partie hatte der Bundesligadino nach 95 gespielten Minuten das bessere Ende für sich.

Trainer Bruno Labbadia zeigte sich erleichtert: "Eindhoven ist eine spielstarke Mannschaft. Gegen so ein Team weiterzukommen, bedeutet sehr viel. Wir werden aus den beiden Spielen viel mitnehmen", bilanzierte der HSV-Coach. DATENCENTER: Europa League

Trotzdem war er mit dem Spielverlauf nicht zufrieden: "Wir hatten in der ersten Halbzeit die eine oder andere Situation, wo wir zu viele Ballverluste hatten. Wenn wir das 0:1 nicht so früh bekommen hätten, wäre es ein anderes Spiel geworden."

Labaddia mit defensiver Grundornung

4-3-2-1-System zeugte nicht viel von Selbstvertrauen und so sah es dann auch auf dem Spielfeld aus.

Bereits nach 80 Sekunden waren die Gedankenspiele von Labbadia über den Haufen geworfen, als Ola Toivonen nach einem verunglückten Schussversuch des Serben Danko Lazovic am langen Pfosten den Ball über die Linie schob.

Wer von den gut 2500 HSV-Fans auf eine Trotzreaktion gehofft hatte, sah sich im ersten Durchgang getäuscht.

Ein ums andere Mal brannte es im Hamburger Strafraum lichterloh. Wieder einmal präsentierten sich Joris Mathijsen und Co. als Wackelabwehr.

Rost der Turm in der Schlacht

So musste Rost bei einem Kopfball von Toivonen und dem anschließenden Schuss von Dzsudzsak Kopf und Kragen riskieren.

Der Keeper war auch zur Stelle, als Dennis Aogo in eine Flanke von Dzsudzsak reinrutschte und so ungewollt Rost zu einer Parade zwang.

Doch auch der HSV-Schlussmann war nicht unbezwingbar.

Dzsudzsak hämmerte den Ball kurz vor der Pause aus 28 Metern in das Tor, Rost bekam nicht mehr rechtzeitig die Hände hoch.

Vom HSV, der neben van Nistelrooy (Oberschenkelverhärtung) auch auf Nationalspieler Marcell Jansen (Magen-Darm-Grippe) und Kapitän David Jarolim (Gelbsperre) verzichten musste, war dagegen in den ersten 45 Minuten kaum etwas zu sehen.

HSV enttäuscht in Hälfte eins

In der Offensive fehlten Durchschlagskraft und zündende Ideen.

So dauerte es bis zur 33. Minute, ehe der Brasilianer Ze Roberto die erste Torchance für die Gäste besaß. Der Schuss des 35-Jährigen ging aber gut einen Meter über das Tor.

Rutten stinksauer

Nach dem Spiel war - trotz der starken ersten Hälfte - von guter Laune beim PSV-Coach Fred Rutten aber nichts zu spüren.

"Ich bin sehr sauer. Wir haben in einem internationalen Spiel drei Tore geschossen. Da muss man weiter kommen", wütete der ehemalige Schalke-Trainer. "Wir haben viele individuelle Fehler gemacht."

Den Knackpunkt sah Rutten in einer Dummheit seiner Mannschaft: "In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, aber die Rote Karte hat uns zurückgeworfen. Ich möchte aber nicht den Schiedsrichter für die Niederlage verantwortlich machen."

Petric sorgt für Hamburger Glücksgefühle

Zur zweiten Halbzeit korrigierte Labbadia seine Defensivtaktik und brachte Jonathan Pitroipa für Robert Tesche.

Dass sich der Erfolg aber schon nach 45 Sekunden einstellen sollte, hätte aber wohl auch der Coach nicht gedacht.

Nach Pass von Piotr Trochowski spitzelte Petric den Ball an PSV-Keeper Andreas Isaksson vorbei ins Tor. Danach wurde die Partie zunehmend hektisch, wobei der englische Referee mehr und mehr den Überblick verlor.

Spannung in den Schlussminuten

In der Schlussphase mussten die Hamburger nach dem Treffer von Trochowski dann noch einmal zittern, nachdem Koevermans das 3:2 gelungen war und der Referee eine Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigte.

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