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Marcell Jansen wechselte 2008 von Bayern München zum Hamburger SV © imago

Im Sport1.de-Interview erklärt Marcell Jansen , wie der Hamburger SV den Spagat zwischen Liga und Europa League schaffen will.

München - Anderlecht, Leverkusen, Anderlecht, Schalke - in vier Partien in nur elf Tagen kann sich für den Hamburger SV das Schicksal einer ganzen Saison entscheiden.

Mit der Partie gegen den belgischen Vizemeister (ab 18.50 Uhr LIVE) beginnt die Reihe der Topspiele. (DATENCENTER: Europa League)

Mit acht Treffern und vier Torvorlagen in der laufenden Saison ist Marcell Jansen maßgeblich am Hamburger Erfolg verantwortlich.

"Ich fühle mich körperlich gut und bin fit", sieht der 25-Jährige die Gründe für seine starke Rückrunde.

Im Sport1.de-Interview erklärt der Mittelfeldspieler, wie die Rothosen den Anschluss an die Spitze in der Bundesliga nicht verlieren und gleichzeitig den Traum vom Europa-League-Finale in der eigenen Arena am 12. Mai am Leben erhalten wollen.

Sport1.de: In der Europa League geht es gegen den RSC Anderlecht. Wie stark schätzen Sie den belgischen Tabellenführer ein?

Jansen: Sehr stark. Anderlecht dominiert die Liga und hat sich sicher nicht umsonst bis in das Achtelfinale gespielt. Sie haben in den letzten Jahren immer international gespielt, meistens sogar in der Champions League. Es warten demnach zwei sehr schwere Spiele auf uns.

Sport1.de: Sie treten zunächst zu Hause an. Müssen Sie vorlegen und dementsprechend offensiv zu Werke gehen?

Jansen: Natürlich ist es unser Ziel, eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu haben. Wir spielen zu Hause vor unseren Fans und wollen nach vorne spielen, ein Tor erzielen. Wir wissen aber auch, dass wir auswärts immer für Tore gut sind.

Sport1.de: Gegen Schlusslicht Berlin kam der HSV dank Ihres Tores zu einem glanzlosen 1:0-Sieg. Trotz des Sieges gab es Pfiffe und Kritik. Wie bewerten Sie das? (DATENCENTER: Die Bundesliga)

Jansen: Erstmal sollte man festhalten, dass wir die Partie gewonnen haben, und für diesen Sieg müssen wir uns nicht entschuldigen, denke ich. Wir hatten in dieser Saison schon oft Spiele, in denen wir die bessere Mannschaft waren, dafür aber nicht belohnt wurden. Zudem sollte man nicht vergessen, dass bei uns mehrere Spieler nach längeren Verletzungen noch nicht ihre Topform erlangt haben, was völlig normal ist. So gesehen kann man nicht in jedem Spiel Zauberfußball erwarten.

Sport1.de: Schon am Sonntag steht dann die Partie in Leverkusen an. Mit einem Sieg bei der Werkself könnte der HSV bis auf vier Punkte an Bayer heranrücken. Ist die Champions-League-Qualifikation das Ziel?

Jansen: Zunächst ist es unser Ziel, die Partie in Leverkusen zu gewinnen. Wenn uns das gelingt, haben wir den Rückstand automatisch verringert. Nach der Partie können wir dann weitersehen. Meiner Meinung nach bringt es nichts, immer auf die Tabelle zu schauen. Es gibt noch genügend Spiele, es ist immer noch sehr viel möglich.

Sport1.de: In der Woche drauf steht das Heimspiel gegen Schalke an, dazwischen noch das Rückspiel in Anderlecht. Sind diese zwölf Tage entscheidend dafür, ob die Saison erfolgreich wird?

Jansen: Die Spiele sind auf jeden Fall sehr wichtig. Ob sie entscheidend sind, wird man dann sehen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die kommenden Partien.

Sport1.de: Sie spielen bisher eine starke Rückrunde. Was sind die Gründe für Ihre gute Form?

Jansen: Ich fühle mich körperlich gut und bin fit. Das ist die Grundlage. So kann man gute Leistungen abrufen. Zudem fühle ich mich im linken Mittelfeld sehr wohl. Das Zusammenspiel mit Dennis Aogo auf der linken Seite klappt sehr gut.

Sport1.de: Sehen Sie sich für die Zukunft dauerhaft auf der Position im linken Mittelfeld?

Jansen: Ich fühle mich auf jeden Fall sehr wohl auf dieser Position. Im Mittelfeld kann ich zudem ein bisschen mehr nach vorne machen. Dass es mir zuletzt gelungen ist, Tore zu erzielen, freut mich zusätzlich.

Sport1.de: In Hamburg steht Ruud van Nistelrooy seit seiner Verpflichtung im Blickpunkt des Interesses. Wie ist das Zusammenspiel mit ihm?

Jansen: Es macht unglaublich viel Spaß mit ihm gemeinsam zu spielen. Sowohl im Training als auch im Spiel. Er hat eine sehr starke Präsenz auf dem Feld und man hat immer das Gefühl, dass es gefährlich werden kann, wenn er am Ball ist. Ich bin absolut sicher, dass Ruud uns allen noch sehr viel Freude bereiten wird.

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