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Rudd van Nistelrooy erzielte für den HSV das Siegtor © getty

Dem Hamburger SV glückt gegen Standard Lüttich ein Erfolg, die Ausgangslage ist vor dem Rückspiel aber eng.

Hamburg - Der Hamburger SV kann dank eines Doppelpacks unmittelbar vor der Pause weiter vom Europa-League-Finale im eigenen Stadion träumen.

Die Hanseaten setzten sich im Viertelfinal-Hinspiel in einer teilweise packenden Partie mit 2:1 gegen den belgischen Meister Standard Lüttich durch.

Der HSV hat aber wegen des Gegentores in einer Woche in Lüttich noch eine ganz schwere Aufgabe vor sich, um wie im Vorjahr die Vorschlussrunde zu erreichen.

Mladen Petric mit einem Foulelfmeter (42.) und Ruud van Nistelrooy (45.) schossen die Tore für die Hausherren, die eine spielerisch und kämpferisch starke Leistung zeigten.

Allerdings wirkten sie auch erneut verwundbar in der Abwehr.

Dieudonne Mbokani (30.) hatte die Gäste in Führung geschossen.

Labbadia lobt sein Team

HSV-Trainer Bruno Labbadia sagte nach der Partie: "Wir haben gehofft und auch daran geglaubt, dass wir gewinnen können. Ein Kompliment an meine Mannschaft, die vor allem in den ersten 20 Minuten hervorragend gespielt hat."

Und weiter: "Ich muss der Mannschaft hoch anrechnen, wie sie nach dem 0:1 zurückgekommen ist. Uns erwartet aber in Lüttich noch ein heißer Tanz."

Van Nistelrooy: "Haben unser Spiel durchgezogen"

"Wir haben nach dem 0:1 sehr couragiert gespielt und unser Spiel durchgezogen", sagte Matchwinner van Nistelrooy.

"Dafür hat sich die Mannschaft ein Kompliment verdient. Wir haben nun in Lüttich eine große Chance."

Petric meinte: "Das ist sicher kein optimales Ergebnis, aber wir sind immer in der Lage, auswärts ein Tor zu schießen."

Engagierter Beginn

Die Hamburger begannen die Partie vor 48.437 Zuschauern schwungvoll.

Die Mannschaft war gegenüber dem behäbigen Auftritt bei der 0:1-Niederlage am vergangenen Sonntag in Mönchengladbach nicht wiederzuerkennen.

Trainer Bruno Labbadia hatte erneut Nationalspieler Piotr Trochowski zunächst auf die Ersatzbank gesetzt und brachte den Türken Tunay Torun.

Auch Jonathan Pitroipa durfte von Beginn an auflaufen und sorgte auf der linken Seite für viel Wirbel.

Der 23-Jährige holte auch geschickt den Foulelfmeter heraus, den Petric zum Ausgleich verwandelte.

Feldvorteile für den HSV

Bereits nach zehn Sekunden war auch van Nistelrooy im Gästestrafraum zu Fall gekommen.

Verteidiger Victor Ramos hatte den Niederländer am Arm gezogen, für einen Elfmeter reichte dieses Vergehen Schiedsrichter Martin Atkinson (England) aber nicht aus.

Die Gastgeber spielten sich anschließend klare Feldvorteile heraus, kamen gegen die dichtgestaffelte Standard-Abwehr aber zunächst nicht zu klaren Gelegenheiten.

Torwart Sinan Bolat klärte einmal stark gegen Petric (32.), in der 40. Minute verfehlte van Nistelrooy freistehend.

Pech hatten die Hanseaten außerdem, als der Niederländer in der 36. Minute nur den Pfosten traf.

Lüttich kontert

Der von etwa 4000 Fans begleitete zehnmalige belgische Meister suchte aus einer disziplinierten Deckung heraus immer wieder die Chance zu gefährlichen Kontern.

Bereits in der 13. Minute tauchte Mbokani aussichtsreich vor dem HSV-Tor auf, sein Schuss wurde gerade noch von Dennis Aogo geblockt.

Nach dem Wechsel ging es vor beiden Toren hoch her, weil beide Teams auf einen weiteren Treffer aus waren.

So verpasste Petric mit einem Fernschuss das Lüttich-Tor nur um Zentimeter (63.).

HSV bei Lattenkopfball im Glück

Auf der Gegenseite hatte der HSV Riesenglück, als Mbokani mit einem Kopfball nur die Latte traf und den anschließenden Nachschuss am Tor vorbei schoss.

Pitroipa und der wieder stets gefährliche van Nistelrooy waren die besten Spieler beim HSV.

Standard hatte in Mbokani und Igor De Camargo seine besten Kräfte.

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