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Dirk Kuyt (l.) steht seit dem Jahr 2006 bei Liverpool unter Vertrag © getty

Vor dem Rückspiel gegen Madrid geht es den Reds ähnlich wie dem HSV. Nur die Finalteilnahme kann die verkorkste Saison retten.

München - Eine verkorkste Saison mit Platz sieben, Diskussionen um den Trainer und als letzte Hoffnung das Finale der Europa League: Was klingt wie eine Zustandsbeschreibung des Hamburger SV, ist die Situation des FC Liverpool vor dem Halbfinal-Rückspiel am Donnerstag (ab 20.50 Uhr LIVE) gegen Atletico Madrid.

Im heimischen Stadion an der Anfield Road müssen die Reds die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel umbiegen, um das Finale in Hamburg am 12. Mai zu erreichen und damit die Spielzeit doch noch zu retten. (DATENCENTER: Europa League)

"Ich bin sehr optimistisch, mit unseren Fans im Rücken können wir jeden schlagen", sagt Liverpools Trainer Rafael Benitez.

Zweimal Hinspiel-Pleiten umgedreht

Immerhin machte sein Team zu Hause bereits Hinspiel-Niederlagen in Lille und bei Benfica Lissabon wett. Da war aber noch Fernando Torres dabei.

Der spanische Europameister, der früher bei Atletico spielte und als einer der besten Stürmer der Welt gilt, fällt nach einer Knieoperation bis zum Saisonende aus.

Atletico wieder mit Agüero

Dagegen kann Atletico wieder auf seinen Superstar Sergio Agüero zurückgreifen. Der argentinische Nationalspieler fehlte im Hinspiel gesperrt, trotzdem reichte es für die Madrilenen in einem enttäuschenden Spiel durch den Treffer von Diego Forlan zum Sieg.

"Wichtig ist, dass wir gewonnen haben und Liverpool nicht", sagt der Uruguayer, "aber noch stehen 90 sehr schwere Minuten gegen eine erfahrene Mannschaft, die daheim spielt, vor uns. Es wird ein schweres Spiel."

Europa-League-Teilnahme schon sicher

Auch Atletico läuft in der Meisterschaft mit Platz zehn den eigenen Ansprüchen hinterher.

Die Teilnahme an der kommenden Europa League haben die "Colchoneros" aber dennoch schon sicher, weil sie gegen den Tabellenfünften FC Sevilla im spanischen Cupfinale stehen.

"Mit unserer Mannschaft sollten wir weiter oben stehen", räumt der portugiesische Flügelspieler Simao ein, "wir haben leider schwach begonnen, aber jetzt sind wir in guter Form und haben unser Schicksal in der eigenen Hand."

Unruhen an der Anfield Road

Zumal bei Liverpool neben dem sportlichen Frust auch sonst jede Menge Unruhe herrscht. So sorgte Manchester City bereits mit einem 60-Millionen-Euro-Angebot für Torres für Schlagzeilen.

Außerdem soll Coach Benitez kurz vor dem Absprung stehen. Laut italienischer Medien habe sich der Spanier bereits mit Juventus Turin über einen Wechsel unterhalten.

Gespräche über Benitez' Zukunft

Benitez' Agent hat diese Gerüchte allerdings klar dementiert. Der Trainer steht zudem noch vier Jahre unter Vertrag in Liverpool.

Ausschlaggebend für sein Bleiben dürfte sein, ob die Reds auch im kommenden Jahr wieder international dabei sind.

Schon in der nächsten Woche will sich Benitez mit dem neuen Klubchef Martin Broughten über seine Zukunft und die finanziellen Möglichkeiten auf dem Transfermarkt unterhalten.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Liverpool: Reina - Johnson, Carragher, Kyrgiakos, Agger - Kuyt, Lucas, Mascherano, Gerrard - Aquilani - Ngog

Atletico Madrid: De Gea - Ujfalusi, Perea, Dominguez, Lopez - Reyes, Assuncao, Raul Garcia, Simao - Agüero, Forlan

Schiedsrichter: Terje Hauge (Norwegen)

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