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Im Hinspiel kam van Nistelrooy (l., gegen Hughes) kaum zum Zug © getty

Ruud van Nistelrooy ist heiß auf seine Rückkehr nach England. In Fulham will das Torphänomen den HSV ins Finale schießen.

Aus London berichtet Mathias Frohnapfel

London - An den FC Fulham hat Ruud van Nistelrooy nur die besten Erinnerungen.

Seinen allerersten Premier-League-Einsatz im Jahr 2001 wird der Niederländer nie vergessen: Mit Manchester United gewann er 3:2 gegen Fulham. "Ich habe zwei Tore gemacht", erinnert sich van Nistelrooy:

In neun Spielen mit ManUnited traf er gegen die "Cottagers" insgesamt zehn Mal.

Eine Quote, die dem HSV vor dem Halbfinal-Rückspiel (ab 20.50 Uhr LIVE) im Londoner Westen Mut macht. (DATENCENTER: Das Halbfinale)

Das Hinspiel endete noch 0:0, weil das Tor der Londoner uneinnehmbar wie die Bank von England schien.

Alles soll besser werden

Dank "Van the Man" soll in der Europa League jetzt alles besser werden.

Dabei spielt auch keine Rolle, dass der Niederländer im Hinspiel keine besonders glückliche Figur machte.

Am Wochenende wurde er wegen einer Muskelverletzung an der Hüfte geschont, die 1:5-Klatsche in Hoffenheim verfolgte er nur als Zuschauer.

"Ich brenne. Wir brennen. Fulham kann kommen"

Seit Dienstag trainiert der Stürmer wieder und ist voller Selbstvertrauen. "Ich bin okay", antwortete er bei der Ankunft in London Autogrammjägern.

Und die Reporter ließ er wissen: "Ich brenne. Wir brennen. Fulham kann kommen."

Ze Roberto und Demel fit

Auch Ze Roberto und Guy Demel sollten den Hanseaten wieder zur Verfügung stehen.

Für Trainer Ricardo Moniz (Portrait) wird seine Premiere als HSV-Trainer womöglich einen guten Wegabschnitt seiner Karriere mitentscheiden.

Am Montag löste der Techniktrainer Bruno Labbadia auf der Kommandobrücke ab, steht seitdem unter Dauerbeobachtung.

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Großer Held oder kleine Fußnote?

Kommen die Hamburger weiter, schnappen sich gar am 12. Mai in der eigenen Stadt die Trophäe in der Europa League, ist Moniz der große Held.

Sollte der HSV schon auf der Insel scheitern, könnte der Niederländer - uncharmant ausgedrückt - zur Fußnote in der HSV-Chronik werden.

Moniz sind Pfiffe sicher

In London dürften die Fans Moniz mit einem Pfeifkonzert empfangen, arbeitete er doch bereits als Assistent von Martin Jol für den Rivalen Tottenham.

Der Name Ruud van Nistelrooy wird indes beim Verlesen der Aufstellung Angst verbreiten, 95-mal war das Torphänomen in 150 Ligaspielen für ManUnited erfolgreich und wird noch immer von vielen Fans verehrt.

SPORT1 hat alle Fakten zum Halbfinal-Kracher.

Ausgangslage:

Dem HSV genügt nach dem 0:0 im Hinspiel jedes Remis, bei dem Tore fallen, zum Weiterkommen. Steht es nach 90 Minuten torlos, geht es in die Verlängerung.

Spieler im Fokus:

Jerome Boateng: Der Nationalspieler verlässt im Sommer den HSV, geht wohl zu Manchester City. Auf der Insel werden sie genau darauf schauen, wie Boateng sich in dem überaus wichtigen Spiel verhält und ob er anders als beim katastrophalen 1:5 in Hoffenheim die Innenverteidigung mit Joris Mathijsen dicht machen kann.

Zamora: Er ist so etwas wie der einzige Star der "Whites". Der Angreifer hat in der laufenden Europa-League-Spielzeit schon sechs Tore für Fulham erzielt, war gegen unter anderem gegen Juve erfolgreich und versetzte dem VfL Wolfsburg im Rückspiel den Knockout. In Hamburg überzeugte Zamora aber nicht.

Das sagen die Trainer:

Ricardo Moniz (Hamburger SV): "Wir haben eine historische Chance. Auswärts sind wir immer für ein Tor gut. Meine Aufgabe ist jetzt vor allem der Mannschaft das Selbstvertrauen zu geben."

Roy Hodgson (FC Fulham): "Unsere Atmosphäre ist anders, unser Spielfeld ist kleiner, damit muss der HSV erstmal zurecht kommen."

Bilanz aus Sicht des Hamburger SV:

1 Spiel, 1 Remis

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Fulham: Schwarzer - Konchesky, Hangeland, Smalling, Hughes - Etuhu, Murphy, Davies - Duff, Gera - Zamora

Hamburg: Rost - Demel, Boateng, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Ze Roberto - Tesche, Pitroipa - van Nistelrooy, Petric

Schiedsrichter: Züneyt Cakir (Türkei)

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