Beim FC Fulham verpasst der HSV das heiß ersehnte Endspiel im eigenen Stadion. Der Scherbenhaufen ist nun gewaltig.

Gibt es denn für den HSV gar keinen Ausweg aus der andauernden Berg-und-Talfahrt?

Wie im Vorjahr stehen die Hamburger im zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerb nur einen Schritt vorm Finale.

Und wieder bleibt ihnen der große Triumph versagt.

Doch die 1:2-Rückspielniederlage in Fulham lag nicht nur allein an einem mit Löwenmut kämpfenden Heimteam.

Die Hamburger haben sich ihre Pleite selbst zuzuschreiben, zumal das Premier-League-Team bei allem Respekt nicht besser war als der HSV.

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Vorstandschef Bernd Hoffmann hatte nach dem 0:0 im Hinspiel und der 1:5-Blamage in Hoffenheim Trainer Bruno Labbadia gefeuert.

Das erscheint auch nach dem Scheitern der Finalmission als richtige Entscheidung.

Das Team rackerte und kämpfte unter Interimscoach Ricardo Moniz in London, allein der letzte Glaube fehlte.

In Hälfte zwei verfielen die Hamburger zusehends in Passivität.

Vor allem Dennis Aogo, Jerome Boateng und Jonathan Pitroipa liefen den eigenen Ansprüchen hinterher.

Das Zentrum besetzten jetzt die Whites. David Jarolim und Ze Roberto mussten viel rennen, um die Löcher zu stopfen.

Und auch die wenigen Konterchancen wurden nach der Pause leichtfertig versiebt.

In der nächsten Saison wird der HSV sich wohl ganz aufs Kerngeschäft Bundesliga konzentrieren müssen.

Platz sechs und damit die Europa-League-Qualifikation ist kaum mehr erreichbar.

Es ist eine Blamage für einen hochambitionierten und wohlhabenden Klub, der in den vergangenen Jahren aus verschiedensten Gründen Trainer um Trainer verschliss.

Der neue Sportdirektor Urs Siegenthaler soll es ab Sommer richten.

Gemeinsam mit dem Coach, der aller Voraussicht nach nicht Ricardo Moniz heißen wird, hat er jede Menge Arbeit, zumal sich der Kader nicht nur durch den Abgang von Boateng stark verändern dürfte.

"Der HSV soll für Spieler keine Durchgangsstation sein", predigen die Verantwortlichen an der Elbe immer wieder - erreicht haben sie dieses Ziel längst nicht.

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