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Fulham steht erstmals in seiner Klubgeschichte in einem europäischen Endspiel © getty

Im Finale soll der nächste große Klub sein weißes Wunder erleben. Fulham setzt auf alte Mittel, verrät Brede Hangeland SPORT1.

Von Mathias Frohnapfel

München - Brede Hangeland ist ein Typ wie ein Baum.

Fast zwei Meter groß, robust und kopfballstark hält der Norweger die Abwehr des FC Fulham zusammen.

In der Europa League verzweifelten an ihm bereits Wolfsburg und der HSV. Im Finale hofft der 28 Jährige gegen Atletico Madrid (ab 20.30 Uhr LIVE im Ticker auf SPORT1) auf den nächsten Streich.

"Wir spielen als Team, jeder arbeitet für die Mannschaft", beschreibt er im Gespräch mit SPORT1 knapp, wie sich der Außenseiter nach Hamburg ins große Finale vorkämpfte.

Große Namen ausgeschaltet

Auch Titelverteidiger Schachtjor Donezk und Juventus bekamen die Kraft der "Cottagers" zu spüren.

"Wir haben keine großen Namen, aber jeder folgt genau dem Konzept des Trainers", erklärt Hangeland.

Die Handschrift von Roy Hodgson ist bei den Londonern unübersehbar, nicht umsonst wurde er jetzt zum besten Trainer Englands gewählt.

Träume nach Sieg gegen Hamburg

Im Europa-League-Halbfinale drehten die Fulhamer sogar einen 0:1-Halbzeitrückstand gegen den HSV.(DATENCENTER: Ergebnisse der Halbfinals)

Mit aller Macht setzten sich die Whites am Strafraum der Hamburger fest, bis sie schließlich durch die beiden Treffer belohnt wurden.

Nach dem 2:1-Schlusspfiff schauten Klubbesitzer Mohamen El-Fayed und die Anhänger verträumt in den Nachthimmel.

Die Glanzleistungen der Mannschaften in Europa erscheinen so wundersam, dass auch mancher Spieler sein Glück kaum fassen kann.

"Es geht immer bergauf"

"Als ich hierher kam, spielten wir gegen den Abstieg, jetzt sind wir in einem europäischen Finale, es ging einfach immer bergauf", befindet Hangeland.

Erst vor zwei Jahren rettete sich Fulham denkbar knapp in mehreren Alles-oder-Nichts-Spiel vor dem Absturz aus der Premier League.

Seitdem scheint der Klub ein Händchen für solche Partien zu haben. "Wir waren immer Außenseiter, diese Rolle passt zu uns", erklärt der norwegische Nationalspieler.

Atletico Madrid schätzt er als ein "technisch starkes Team" ein, dessen Spieler man bereits bei der Ballannahme stören müsse. "Wir müssen kompakt und eng stehen, dann haben wir eine Chance".

Zweiter Trip nach Hamburg

Es ist Fulhams zweite Reise nach Hamburg. Diesmal ärgerte auch die Aschewolke des isländischen Vulkams die Engländer nicht.

Wie geplant kamen sie am Dienstag in der Hansestadt an - per Flieger.

Zum Hinspiel des Halbfinales mussten die Briten noch per Bus nach Hamburg reisen, erlebten eine ziemliche Tortur. Dennoch schafften sie ein 0:0, das Ausgangspunkt für den Sprung ins Finale war.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Madrid: De Gea - Valera, Perea, Dominguez, Lopez - Raul Garcia, Assuncao, Reyes, Simao - Aguero, Forlan

Fulham: Schwarzer - Pantsil, Hangeland, Hughes, Konchesky - Duff, Etuhu, Murphy, Davies - Gera - Zamora (Dempsey)

Schiedsrichter: Nicola Rizzoli (Italien)

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